Wandern im Vorarlberg

Wandern im Vorarlberg

Wandern im Vorarlberg: Dass Österreich eine herrliche Bergwelt zu bieten hat, wissen wir bereits. Egal, wohin man reist, überall gibt es unzählige Wanderungen von leicht bis schwer, für Anfänger bis hin zu Profis. Ein unbedingtes Reiseziel auf unserer Liste war die Gegend um das Montafon, und – weil direkt auf dem Weg – der Bregenzer Wald, beides Gegenden im Vorarlberg und nahe der Region Tirol. Wir erlebten eine herrliche Zeit im Vorarlberg, bestaunten einen gigantisch schönen Stausee, fuhren Seilbahn und wanderten auf den Spuren von Schmugglern weit oberhalb der Baumgrenze. In unserem Blogartikel erfährst du mehr über die Wanderungen und Ausflüge, die wir unternommen haben. Uns hat es so gut gefallen, dass unsere Wanderwunschliste um einige Ziele angewachsen ist.

Alaa und Kristin von thealkamalsontheroad

 
Hi, wir sind Alaa & Kristin – die  Autoren und Fotografen von thealkamalsontheroad. Gemeinsam mit unserem wunderbaren Malinois Ryok treibt uns eine unbändige Reiselust hinaus in die Welt – und das am liebsten mit unserem Caravan.

Wild Pass
Um einige der schönsten Wanderungen in der Gegend zu starten, lohnt sich die Fahrt mit einer Seilbahn. Natürlich könnte man auch manche Hin + Rückstrecke zu Fuß zurücklegen. Dies raubt dir aber einiges an Kraft und Zeit, die du möglicherweise lieber in die eigentlich Wanderung stecken würdest. Da Seilbahnen aber bekanntlich einiges an Kosten verursacht, lohnt sich in dem Falle der Wild Pass in den Montafoner Alpen. Der Pass bringt dich mit den verschiedensten Bahnen im Montafon auf die Berge und zwar an 3 – 21 aufeinanderfolgenden Tagen. Hierbei sparst du also richtig viel Geld. Auch in der Wintersaison bietet der Pass für Skifahrer einige Vorteile.

Markierungen der Wanderwege im Vorarlberg
Damit du ein wenig die Wanderwege einschätzen kannst, wurden diese im Vorarlberg (anders als im restlichen Österreich) farbig markiert: 

  • gelb-weiß = Spazier- und Wanderweg – leicht begehbar, gut ausgebaute Wege, für alle Altersgruppen
  • weiß-blau-weiß = alpiner Klettersteig – Bergerfahrung nötig, Schwindel- und Trittsicherheit, nur für Geübte
  • weiß-rotweiß = Bergwanderweg – mittel bis anspruchsvollere Wege, Wanderschuhe empfohlen, manchmal schmal, steinig und exponiert

Beste Jahreszeit
Die beste Jahreszeit für Wanderungen in den Alpen im Vorarlberg ist von Juni – Oktober. Aber auch im Winter ist die Gegend sehr beliebt bei Skifahrern.

Übernachtung im Vorarlberg

Falls du deinen Urlaub gerne in Hotels oder Ferienwohnungen verbringst, dann findest du 

Ryok steht an einem Wasserfall
herbstliche Stimmung am Silvrettapass

Bevor wir mit den Wanderungen starten, eine Sehenswürdigkeit, die sich im Montafon sehr, sehr lohnt, auch für diejenigen, die keine Wanderung unternehmen wollen:

Silvretta-Passstraße

Die Silvretta-Passstraße ist eine 22km lange Straße, die sich mit 34 Kehren in engen den Berg zur Bieler Höhe (2023m) hinauf- und wieder hinabschraubt und das Montafon im Vorarlberg mit dem Paznauntal in Tirol verbindet. Es ist nicht nur eine Straße, die zum Fahren Spaß bereitet, sondern auch Aus- und Einblicke auf die Bergwelt und die Täler bietet.

In der Regel ist die Passtraße eine mautpflichtige Straße – die, sollte man den Wild Pass erstehen, im Preis des Wild Passes inklusive ist. Für alle anderen kostet die Straße pro Person ca. 18€.

Im Moment ist die Straße leider zwischen dem Ort Partenen und dem Vermuntstausee wegen eines Felssturzes und eines Erdrutsches gesperrt. Die größte Anzahl an Kehren lassen sich somit nicht fahren, aber ein kurzes Stück von Bieler Höhe Richtung Vermuntsee ist geöffnet und bietet herrliche Ausblicke ins Tal. Und die andere Seite von der Bieler Höhe Richtung Galtür ist ebenfalls geöffnet, wegen der Sperre nicht mautpflichtig, und führt auch durch wunderschöne Landschaft.

 

Straße windet sich durch die Berge
tiefhängende Wolken mit hohen Bergen
Berge am Zeinissee
Hotel am Zeinissee
Silvrettapass bewölkt
einzelnes Haus am Silvrettapass

Lünersee (1970m)

Staumauer mit Felsen und Wolken am Lünersee

Lünersee: Der Lünersee ist ein Highlight in dieser Gegend. Ein alter Bergsee, der zu einem Stausee ausgebaut wurde und nun eines der größten Seen im Vorarlberg ist. Auch für Nicht-Wanderer lohnt sich der Lünersee, den du mit der Lünerseebahn erreichen kannst. Der See liegt in einer Höhe von 1970m und die Wassertiefe bei Vollstau beträgt 139m. Es gibt einen Auf- und Abstieg, falls du nicht die Bahn nutzen willst, die aber nur geübte Wanderer gehen sollten, und eine Seeumrundung, die für fast jeden zu gehen ist (nicht Kinderwagen/Rollstuhl gerecht). Wir haben den Aufstieg über den Bösen Tritt gewagt und fanden es rückblickend nicht schlimm und auch nicht gefährlich – obwohl einige Meter blau markiert und in Komoot mit T3 angegeben. Auch unsere Hund hat uns begleitet und für ihn war der Abschnitt ebenfalls gut machbar. Zurück haben wir die Lünerseebahn genommen und waren nach der Wanderung nach ca. zehn Minuten wieder am Auto. 

 Dauer: 3h / Länge: ca. 7,6km / Höhenunterschied: 520m

Tour auf Komoot

Ausgangspunkt

Du startest die Wanderung an der Lünerseebahn. Hier gibt es eine große Anzahl an Parkplätzen zum Bezahlen oder die Straße etwas hinab, kostenfrei. Neben der Bahnstation zweigt rechter Hand ein Weg zum Lünersee ab. Von hier aus gibt es noch einige weitere Wanderungen, die du erleben kannst: Totalphütte, Gafalljoch und für wirklich, wirklich geübte Wanderer das Schesaplana mit einer Höhne von knapp 3000m.

Anforderung

Der Aufstieg über den Bösen Tritt ist zuerst steil in Serpentinen und dann entlang der Felsmauer kurzfristig mit Drahtseilsicherung und kurzen Kraxelein (je nachdem wie groß man ist). Rückblickend war diese Stelle keine große Leitung. Es ging auch nicht neben dem Weg steil bergab. Aber natürlich kann man immer stürzen und man sollte mit Aufmerksamkeit wandern. Auch für unseren Hund war dieser Abschnitt gut umsetzbar. Der Weg um den Lünersee ist hingegen locker und leicht zu gehen.

Markierung

Der Weg zum Lünersee ist ausgeschildert. Der An- und Abstieg ist eine weiß-rot-weiße Markierung bis auf das kurze Stück in weiß-blau-weiß am Bösen Tritt. Um den Lünersee gibt es eine gelb-weiße Markierung.

Lünerseebahn

Nach nur wenigen Minuten und einer angenehme Fahrt erreichst du entweder den Lünersee oder zurück den Parkplatz. Tickets für die Bahn erhältst du in der Station und zum Parken am Parkautomat.

Essen & Trinken

Am Lünersee gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einkehr: 

Douglashütte – befindet sich direkt neben der Bahnstation am See
Alpe Lünersee – findest du gegenüber auf der anderen Seite des Sees
Totalphütte – hier benötigt es eine Wanderung, die Hütte liegt oberhalb des Sees auf einem Plateau

 

Wegbeschreibung

  • Der Weg ist eigentlich nicht zu verfehlen: direkt neben der Bahnstation am Parkplatz beginnt die Wanderung
  • du überquerst eine schmale Brücke und startest sofort mit den Serpentinen, die dich den Berg hinaufbringen
  • zuerst geht es vorbei an ein paar Bäumen und Gestrüpp, der Weg besteht aus Gestein
  • die Büsche lichten sich und du erreichst den Bösen Tritt
  • jetzt heißt es aufmerksam sein: entlang der Felsmauer überquerst du nun Geröll und kleinere Felsen – gut machbar und mit Drahtseil gesichert, falls du dich hochziehen oder festhalten willst
  • nach dem Bösen Tritt wird der Weg wieder Gestein und über vereinzelte Stufen geht es bergan bis zum Lünersee
  • der Weg um den See ist leicht und gut sichtbar – wir sind entgegen des Uhrzeigersinnes gelaufen
  • zurück entweder über den Bösen Tritt oder (wie wir) mit der Seilbahn hinab zum Parkplatz
Parkplatz unterhalb des Lünersee
Berge am Lünersee
Weg über den Bösen Tritt am Lünersee
Ryok hat einen Bach gefunden
Berge und Felsen am Lünersee
Wanderweg um den Lünersee
Staumauer mit Wolken und Menschen
Rundweg um den Lünersee mit Ryok auf dem Weg
Stausee Lünersee im Vorarlberg
Felsen mit viel grün am Lünersee
Wandern im Vorarlberg<br />
 Lünersee
Kühe an einem Kreuz am Lünersee

Schmugglerweg (2478m)

Berge und eine Bank mit Menschen

Schmugglerweg: Die Rundwanderung ist ein alter Schmugglerweg, der um die Gargellenköpfe führt und entlang der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Und ist eine wirklich wunderschöne und atemberaubende Wanderung in luftiger Höhe auf einem Grat. Ohne Frage, die Wanderung ist vor allem im Anstieg anstrengend, aber absolut lohnenswert. Wir waren sehr begeistert von dieser Wanderung. Unterwegs gab es zwei kleine Gewässer, in denen Ryok sich erfrischen konnte, es gab Ausblicke bis nach Graubünden in der Schweiz und es gab pfeifende und flitzende Murmeltiere. Es ist eine sagenhaft schöne Landschaft, rau und wild, die du auf dieser Wanderung erlebst. Die Wanderung ist auch für Hunde gut machbar.

 Dauer: 5h / Länge: ca. 9,2km / Höhenunterschied: 620m

Tour auf Komoot

Ausgangspunkt

Du startest die Wanderung am der Bergstation der Schafbergbahn, die du entweder von Gargellen aus zu Fuß erreichst, oder mit der Schafbergbahn, einer Seilbahn, innerhalb von ca. 10 min.

Anforderung

Die Wanderung verläuft auf Bergpfaden und war anstrengend vor allem im Aufstieg, und es benötigt viel Aufmerksamkeit sobald du den Grat erreichst und ihn querst. Bergab ging es in Serpentinen auf gerölligem Untergrund.

Markierung

Der Weg ist weiß-rot-weiß markiert, bis auf den kurzen Abschnitt am Grat, da besteht eine weiß-blau-weiße Markierung. Mit Hund war die Wanderung gut machbar.

Essen & Trinken

An der Bergstation der Schafbergbahn befindet sich das Schafberg Hüsli, hier erhältst du Essen und Trinken. Unterwegs gibt es keine Einkehr.

Wegbeschreibung

  • du startest an der Bergstation der Schafbergbahn und wanderst rechter Hand auf einem Fahrweg leicht nach oben
  • an einer Kreuzung folgst du dem Schild Schmugglerweg nach rechts
  • nun geht es zuerst bergauf immer noch auf einem Fahrweg
  • dann wieder bergab
  • in der Talsohle biegt der Fahrweg nach rechts ab, du wanderst jetzt aber geradeaus auf einem Bergpfad
  • der Weg ist zwar steinig und schmal, aber am Hang gut zu erkennen
  • es geht in Serpentinen steil bergauf
  • du erreichst die Schutzhütte an der Grenze zur Schweiz
  • du biegst nach links ab auf den Grat
  • leichte Kraxelein führen dich über den Grat
  • weiter geht es auf schmalem Pfad, an dem es auf der rechten Seite bisweilen steil bergab geht
  • der Weg wird leicht breiter und führt nun bergab
  • du erreichst den Gafiersee
  • hinter dem See geht es auf schmalem Pfad wieder gut bergauf
  • du überquerst einen Grat
  • folgst dem Weg rechter Hand auf gerölligem und felsigem Untergrund
  • an einer Abzweigung gehst du links die Serpentinen hinab
  • dann erreichst du den Speichersee Gargellen
  • weiter rechts hinab liegt der wunderschöne Gadasee, den du auf kurzem Umweg besuchen kannst
  • ansonsten wird der Weg ab dem Speichersee zu einer Fahrstraße und führt dich direkt zurück zum Schafberg Hüsli und der Bergbahn 
Weg führt am Berghang entlang
Ryok schwimmt in einem Bergsee
steiler Grat auf dem Schmugglerweg
Felsen, der abgebrochen ist
Wanderweg entlang hoher Berge am Schmugglerweg
Ryok steht in einem Bergsee und spielt
Bergsee in völliger Ruhe
Felsen und Steine die gerollt sind
Ryok wartet an einem Abzweig
Blicke über die Grenze nach Graubünden in der Schweiz

Alpgues Rundweg (2318m)

Oberer Alpguessee

Algues Rundweg: Diese Rundwanderung ist eine wunderschöne Wanderung in rauem und wildem Bergland. Sie hat uns sehr, sehr gut gefallen. Die Landschaft ist einmalig schön, die beiden Seen sind sagenhaft und die Aussichten grandios. Wir sind die Wanderung mit dem Uhrzeigersinn und entgegen der Richtung gegangen, die Komoot empfiehlt und die die meisten Wanderer gegangen sind. Würden wir rückblickend so nicht mehr machen, sondern entgegen des Uhrzeigersinnes und wie Komoot empfiehlt. Wir sind stetig bergauf gestiegen, bisweilen war der Anstieg recht steil. Der Bergpfad selbst ist gut zu gehen und auch gut sichtbar und markiert. Auch mit Hund ist das eine wunderbare Wanderung.

 Dauer: 5h / Länge: ca. 9,3km / Höhenunterschied: 660m

Tour mit Komoot

Ausgangspunkt

Du startest die Wanderung auf der Mautstraße zwischen Hinterriß und Eng nahe des großen Ahornbodens. Der Weg verläuft erst einmal easy über die Ebene. Du kannst dein Auto an der Mautstraße parken, an der es kostenfreie, nummerierte Parkplätze gibt. Um die Mautstraße zu passieren, musst eine Gebühr zahlen. 

Anforderung

Die Wanderung ist eigentlich keine schwere Wanderung und es gibt auch keine Kletterei. Ein paar Mal geht es gut nach oben, aber auch der Anstieg ist machbar – vom großer Ahornboden aus in einer Höhe von ca. 1200m wanderst über das Hohljoch bei 1794m bis hinauf zur Falkenhütte, die sich in einer Höhe von 1848m befindet. Der Weg führt über asphaltierte Straße, über Wald. und außerhalb der Baumgrenze über steinige Wege.

Markierung

Der Wanderweg über das Almdorf Eng zur Falkenhütte ist sehr gut ausgeschildert mit der Nummer 201 und einem roten Punkt. Zurück geht es über das Laliderer Tal bis zum Parkplatz.

Essen & Trinken

Im ersten Abschnitt des Weges gibt es ein Restaurant im Dorf Eng Alm, am Ende des Ahornbodens. Auf der Falkenhütte selbst gibt es natürlich auch eine Auswahl an bayrischen Spezialitäten von einer Menükarte oder eine deftige Brotzeit. Für Übernachtungsgäste gibt es Frühstück und Abendessen.

Übernachtung auf der Falkenhütte

Es ist möglich auf der Falkenhütte zu übernachten. Dort sind 130 Schlafplätze in Form von Doppelzimmern, Mehrbettzimmern und Matratzenlagern vorhanden. Eine Vorreservierung wird unbedingt empfohlen. Die Preise findet ihr hier: Übernachtung ist auf der Falkenhütte. 

Hunde dürfen auf der Falkenhütte nicht übernachten.

Wegbeschreibung

  • wir halten uns an der Bergbahn rechts und nach einem kurzen Anstieg links

     

  • ein schmaler Pfad bringt dich über ein Wiesenplateau
  • du kreuzt zwei, drei kleinere Teiche
  • dann führt der Weg hinab bis zu einer Alm, die nicht bewirtschaftet ist
  • hier befindet sich auch ein kleiner See
  • du gehst an dem See rechter Hand vorbei
  • und folgst dem Weg steil bergan
  • bis du den Berg überquerst
  • du erreichst den Unterer Alpguessee
  • von hier geht es linker Hand auf einem schmalen Pfad, der dich über den nächsten Bergrücken führt
  • du erreichst den Oberen Alpguessee
  • du wanderst rechter Hand an ihm vorbei über die ansteigende Ebene
  • du querst den nächsten Bergrücken
  • nun geht es in steilen Serpentinen hinab
  • du erreichst ein großes Geröllfeld, welches du passieren musst
  • danach windet sich der Weg immer am Berghang entlang
  • bisweilen geht es steil auf der linken Seite hinab
  • du wanderst nun auf diesem schmalen Pfad eine Bergkehre nach der anderen
  • auf der letzten Anhöhe siehst du die Bergstation
  • noch ein Stück den Hügel hinab und du bist wieder angekommen
kleine Teiche und Moore im Vorarlberg
unbewirtschaftete Alm im Vorarlberg
Unterer Alpguessee
Blick von oben auf den Alpguessee
Wanderweg vom unteren zum oberen Alpguessee
Ryok wartet, dass wir endlich weiterwandern
Berggrat in den Alpen
Felsen und Felsbrocken im Vorarlberg im Montafon
weiße Blumen im alpinen Gelände
herrliche Farben am Alpguessee
Wegweise am Alpgues-Rundweg mit Blick auf die Berge
Aussicht auf Berge im Vorarlberg

Diedamskopf (2090m)

Diedamskopf im Nebel

Diedamskopf im Bregenzer Wald: Die Rundwanderung zum Diedamskopf ist eine lockere Wanderung, die herrliche Aussichten auf den Bregenzer Wald und gar bis zum Bodensee verspricht – sollte das Wetter mitspielen. bei uns spielte es nicht mit und wir wanderten lange Zeit im Nebel, der sich erst unterhalb des Gipfels im Abstieg etwas löste. Der Hinweg über die Fahrstraße war steil und nichts besonderes, der Abstieg über den Panoramaweg und den Bergpfad führte uns hingegen durch herrliche sanfte Bergwelt. Auf dem Abstieg einfach an den gut sichtbaren Weg halten – wir sind wegen Kühe, die mitten auf dem Pfad standen, etwas querfeldein gelaufen – deshalb ist unsere Tour bei Komoot etwas durcheinander und würden wir wir natürlich niemandem so raten. Der Weg ist aber trotz allem gut mit Hund machbar.

 Dauer: 3h / Länge: ca.10,5km / Höhenunterschied: 450m

Tour bei Komoot

Ausgangspunkt

Die Wanderung startet an der Mittleren Bergstation der Diedamskopfbahn. Magst du die Wanderung abkürzen, fährst du bis zur Oberen Bergstation.  

Anforderung

Im Prinzip eine leichte Wanderung auf Fahrweg oder gut sichtbarem Bergpfad. Zu Beginn etwas steil im Anstieg, da es aber ein Rundweg ist, ist der Abstieg weniger steil und gut machbar.

Markierung

Folge den Schildern Diedamskopf bis zum Gipfelkreuz, dann dem Panoramaweg und danach dem Weg zum Falzer Kopf. Zurück geht es dann zur Mittleren Bergstation der Diedamskopfbahn.

Essen & Trinken

Am Diedamskopf gibt es ein Panoramarestaurant mit Sonnenterrasse, in dem du dich für die Wanderung stärken kannst.

Wegbeschreibung

  • von der mittleren Bergstation aus führt ein Fahrweg ziemlich steil nach oben
  • auf diesem Fahrweg erreichst du die obere Bergstation
  • auf schmalem Pfad geht es nun ca. 20min gen Diedamskopf
  • am Gipfelkreuz erhältst du eine wunderbare Aussicht (wir nicht, wir hatten Nebel)
  • du kehrst zurück zur Oberen Bergstation
  • nun folgst du links einen Panoramaweg, der dich mit herrlichem Ausblick hinabführt zu einer Kreuzung
  • an der Kreuzung nimmst du linker Hand den Pfad zum Kreuzle/Falzer Kopf
  • es ist ein Bergpfad, aber leicht zu gehen
  • meistens geht es locker bergab
  • du folgst einfach dem Pfad und nicht dem Abschnitt, den wir gegangen sind (Umweg wegen Kühe am Weg + Hund an der Leine)
  • du erreichst eine Kreuzung und hältst dich rechts
  • du folgst dem Weg zur Mittleren Bergstation
Nebel über dem Bregenzer Wald
Hochebene im Nebel
steile Felswand im Nebel
Abstieg vom Diedamskopf im Bregenzer Wald mit ein paar Stufen
herrliche Wiesen mit Nebel
Grat im Bregenzer Wald
Wandern in Tirol

Wandern in Tirol

Wandern in Tirol: Sagenhaft schöne Berge mit mehr als grandiosen Ausblicken. Wanderungen von leicht, die jeder bewältigen kann, bis hin zu sehr schwer, die nur für wirklich geübte Wanderer/Kletterer gedacht sind. Egal zu welcher Kategorie du dich zählst, in Tirol...

Wandern im Tölzer Land

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Wandern in Tirol

Wandern in Tirol

Wandern in Tirol: Sagenhaft schöne Berge mit mehr als grandiosen Ausblicken. Wanderungen von leicht, die jeder bewältigen kann, bis hin zu sehr schwer, die nur für wirklich geübte Wanderer/Kletterer gedacht sind. Egal zu welcher Kategorie du dich zählst, in Tirol findest du das für dich passende. Neben der fantastischen Landschaft bleibt noch das ebenso fantastische Tiroler Essen erwähnt, allen voran der beliebte Kaiserschmarrn, den es oft handgemacht auf den Hütten unterwegs zur Stärkung gibt. Wir stellen dir in unserem Blogartikel unterschiedliche Wanderungen vor, die dir einen guten Einblick und vor allem Ausblick auf die Tiroler Bergwelt geben.

Alaa und Kristin von thealkamalsontheroad

 
Hi, wir sind Alaa & Kristin – die  Autoren und Fotografen von thealkamalsontheroad. Gemeinsam mit unserem wunderbaren Malinois Ryok treibt uns eine unbändige Reiselust hinaus in die Welt – und das am liebsten mit unserem Caravan.

Beste Jahreszeit
Die beste Jahreszeit für Wanderungen in den Tiroler Alpen ist von Juni – Oktober. Es ist die Zeit, in der die meisten Hütten geöffnet haben.

  • Coburger Hütte – Juni bis Oktober
  • Falkenhütte – Juni bis Oktober

Übernachtung in den Tiroler Alpen

In der Umgebung der Ehrwalder Alm gibt es zahlreiche Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen zum Übernachten.

Coburger Hütte (1917m)

Wanderung zur Coburger Hütte mit blick auf die Berge und Wiesen

Coburger Hütte: Wandern im Herbst – das ist wohl die beste Zeit, die wir uns für Wanderungen ausgesucht haben. Wenn es langsam kühler wird und man somit erst später ins Schwitzen kommt, wenn das Laub an den Bäumen sich bunt verfärbt und Nebelschwaden über den Boden wabern, wenn wir für lange Zeit alleine unterwegs sind, weil alle Touristen bereits abgereist sind. Wenn es ganz still ist und nur manchmal ein Rabe in den Baumwipfeln krächzt, wenn Fliegenpilze den Weg markieren und der Wald nach feuchtem Boden duftet. Dann ist die Zeit, die wir gerne für Wanderungen nutzen. Die Wanderung zur Coburger Hütte ist unglaublich schön, vor allem die Höhepunkte: der Seebensee und der Drachensee. Die Natur hier ist einmalig, die Bergwelt so gigantisch. Die Wanderung zur Coburger Hütte lohnt sich und ist eine lockere Wanderung, die nur auf den letzten Metern etwas schweißtreibend wird. Vor allem überzeugt die gigantische Kulisse der Bergwelt: die Aussicht auf die Zugspitze, auf den Seebensee und auf den Drachensee, und macht diese Wanderung unvergesslich.

 Dauer: 4h / Länge: ca. 9,6km / Höhenunterschied: 893m

Ausgangspunkt

Du startest die Wanderung an der Ehrwalder Almbahnstation. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten – du wanderst ab hier direkt zur Coburger Hütte oder du fährst mit der Almbahn auf die Ehrwalder Alm und wanderst von dort los. An der Ehrwalder Almbahn gibt es auch einen Großparkplatz, an dem du dein Auto einen oder mehrere Tage abstellen kannst.

Anforderung

Es gibt mehrere Möglichkeiten – je nachdem wie geübt du im Wandern und Klettern bist. Die einzelnen Möglichkeiten stellen wir dir in „Wege für Geübte“ vor. Der normale Wanderweg ist auch mit Hund gut zu gehen und führt meistens auf breitem Weg durch den Wald. Nur im Gipfelbereich werden die Wege zu Pfaden und etwas steiler.

Markierung

Der Weg zur Coburger Hütte ist als solches ausgeschildert.

Ehrwalder Almbahn

Mit der Almbahn erreichst du auf schnellerem Weg die Ehrwalder Alm und eine Höhe von 1500 m und kannst von hier aus loswandern. Tickets für die Bahn und zum Parken erhältst du über die Website der Bahn

Essen & Trinken

Auf Wanderweg gibt es ausreichende Möglichkeiten zu essen und zu trinken. Eine große Auswahl an Speisen auf der Menükarte findest du gleich zu Beginn auf der Ehrwalder Alm. Auf der Coburger Hütte gibt es ebenfalls eine Auswahl an regionalen Spezialitäten wie Kaiserschmarrn, Schweinebraten, Spagetti … Und – falls du übernachtest – gibt es individuell zusammenstellbares Frühstück für dich.

Übernachtung auf der Coburger Hütte

Möchtest du auf der Coburger Hütte übernachten, gibt es Schlafsäle, deren Verfügbarkeit du vorher prüfen solltest.

Wegbeschreibung

  • Der Weg führt dich zuerst 400m aufwärts auf gut ausgebautem Wanderweg
  • oder, falls dir das mehr zusagt, kannst du direkt über die Fahrstraße bis zur Ehrwalder Alm gehen.
  • oder, wenn dir Zeit und Lust fehlen, dann kannst du dich auch bis zur Ehrwalder Alm von der Seilbahn bringen lassen.
  • an der Ehrwalder Alm kannst du die erste Rast einlegen, deinen Durst oder auch deinen Hunger mit alpenländischen Spezialitäten stillen.
  • von der Ehrwalder Alm aus führt der Weg – weiterhin gut begehbar – in weiten Schleifen durch den Wald, vorbei an Bergwiesen und Kühen

  • bis hin zum Seebensee, der ein wahrer Hingucker ist. So einen wunderschönen See in herrlichster Kulisse haben wir bisher selten gesehen. Auf einer Höhe von 1657m schimmert der Seebensee in atemberaubenden Grün- und Türkistönen und im Hintergrund ist die Mieminger Kette zu sehen, mit dem imposanten Drachenkopf.

  • es lohnt sich, hier eine längere Rast einzulegen, auf das glasklare und eiskalte Wasser des Seebensees zu gucken und tief durchzuatmen. Was für ein Naturschauspiel!

  • weitere 300 Höhenmeter sind es vom See bis zur Coburger Hütte, und die sind schweißtreibend

  • in Serpentinen wanderst du relativ steil auf engem Pfad – anfangs über Geröll, dann über größere Felsstufen. Es geht stetig bergauf, und erst hinter der letzten Kurve taucht unser Ziel, die Coburger Hütte, auf

  • endlich – geschafft! Auf 1917m haben wir die Coburger Hütte erreicht und sind jetzt mehr als bereit, uns durch die Speisekarte der Hütte zu schlemmen.

  • eines der Highlights, neben dem fantastischen Ausblick auf die Bergwelt rundum, ist der Drachensee, der direkt unterhalb der Hütte liegt und nicht zu verfehlen ist. Der Drachensee liegt zwischen den Bergen eingebettet in einem Kessel und gleicht dem blaugrünen Auge eines Drachen. Im klaren, ruhigen Wasser spiegeln sich die Berge der Mieminger Kette.

Klettersteige und weiter Wandertipps

Außer der beschriebenen Wandertour gibt es weitere Aufstiegsmöglichkeiten für geübte Wanderer & Kletterer, die wir erwähnen wollen.

Hohe Gang
Teilweise mit Drahtseil gesichert und nicht bei Nässe zu empfehlen – Dauer ca. 3h.

Immensteig
Teilweise mit Drahtseilen gesichert, zuerst geht es Richtung Ehrwalder Alm und nach ca. 300m zweigst du nach rechts ab zum Immensteig, nebenan hörst du das Rauschen des Immenwasserfall – Dauer ca. 3h. 

Seeben-Klettersteig
Der Steig ist wirklich nur für Geübte (Schwierigkeitsgrad E), von der Talstation aus zum Seebenwasserfall und über den Seeben-Klettersteig zur Seebenalm.

Auch von der Coburger Hütte aus gibt es noch weitere Wanderwege – je nachdem wie schnell du bist oder ob du in der Hütte übernachten magst und wie viel Zeit du hast: Zwei weitere Stunden und du besteigst den Vorderen Drachenkopf, oder du umrundest in einer Rundtour in ungefähr fünf Stunden den Tajakopf oder wanderst in weiteren drei Stunden zur Sonnenspitze.

Seeebensee unterhalb der Coburger Hütte
Blick auf die Zugspitze mit Nebel
Seeebensee mit Berge im Hintergrund
Coburger Hütte mit Bergen
türkisgrüner Drachensee neben der Coburger Hütte
Seeebensee mit Sitzbank und Nebel

Falkenhütte (1848m)

Laliderer Wände mit Hohljoch

Falkenhütte: Die Rundwanderung zur Falkenhütte im Karwendel ist mehr als lohnenswert. Die Landschaft und die Natur sind faszinierend und der große Ahornboden und die Laliderer Wände sind atemberaubend schön. Insgesamt ist die Wanderung leicht – auch wenn der Weg sich länger anfühlt, als er letztendlich ist. Es geht immer bergauf und dann wieder bergab und dann bergauf, bis du letztendlich die Falkenhütte erreichst. Von uns gibt es eine klare Empfehlung – die Wanderung zur Falkenhütte ist mit Hund und auch mit Kindern gut zu gehen, die Aussicht auf den Ahornboden, auf die Laliderer Wände und auf das faszinierende Karwendelgebirge ist einmalig und wunderschön.

 Dauer: 5h / Länge: ca. 13km / Höhenunterschied: 650m

Ausgangspunkt

Du startest die Wanderung auf der Mautstraße zwischen Hinterriß und Eng nahe des großen Ahornbodens. Der Weg verläuft erst einmal easy über die Ebene. Du kannst dein Auto an der Mautstraße parken, an der es kostenfreie, nummerierte Parkplätze gibt. Um die Mautstraße zu passieren, musst eine Gebühr zahlen. 

Anforderung

Die Wanderung ist eigentlich keine schwere Wanderung und es gibt auch keine Kletterei. Ein paar Mal geht es gut nach oben, aber auch der Anstieg ist machbar – vom großer Ahornboden aus in einer Höhe von ca. 1200m wanderst über das Hohljoch bei 1794m bis hinauf zur Falkenhütte, die sich in einer Höhe von 1848m befindet. Der Weg führt über asphaltierte Straße, über Wald. und außerhalb der Baumgrenze über steinige Wege.

Markierung

Der Wanderweg über das Almdorf Eng zur Falkenhütte ist sehr gut ausgeschildert mit der Nummer 201 und einem roten Punkt. Zurück geht es über das Laliderer Tal bis zum Parkplatz.

Essen & Trinken

Im ersten Abschnitt des Weges gibt es ein Restaurant im Dorf Eng Alm, am Ende des Ahornbodens. Auf der Falkenhütte selbst gibt es natürlich auch eine Auswahl an bayrischen Spezialitäten von einer Menükarte oder eine deftige Brotzeit. Für Übernachtungsgäste gibt es Frühstück und Abendessen.

Übernachtung auf der Falkenhütte

Es ist möglich auf der Falkenhütte zu übernachten. Dort sind 130 Schlafplätze in Form von Doppelzimmern, Mehrbettzimmern und Matratzenlagern vorhanden. Eine Vorreservierung wird unbedingt empfohlen. Die Preise findet ihr hier: Übernachtung ist auf der Falkenhütte. 

Hunde dürfen auf der Falkenhütte nicht übernachten.

Wegbeschreibung

  • verläuft der Weg eben, immer mit fantastischem Ausblick auf das Karwendelgebirge und den großen Ahornboden. Links und rechts säumen 500 Jahre alter Bergahorn den Weg, behangen mit dichten, grünem Moos und Flechten, und Blättern, die sich bereits herbstlich färbten – ein landschaftlich einzigartiges Schauspiel der Natur.
  • nach nicht ganz einem Kilometer, am Ende des Ahornbodens, erreichten wir den Ort Eng Alm – einem Almdorf mitten im Karwendelgebirge.
  • das Dorf ist nur von Mai bis Oktober bewohnt, und lädt mit einer Schaukäserei, einem Streichelzoo und einem Spielplatz für Kinder zum kurzen Verweilen ein.
  • nicht lange nach Eng-Alm steigt der Weg an, führt zuerst durch dichten Bergwald und später über Almwiesen.
  • Bis hinzu den Laliderer Wänden, vor denen der Weg nach rechts abbiegt. Die Laliderer Wände sind eine Reihe von 900m senkrecht abfallender Felswände im Zentrum des Karwendelgebirges. Es gibt einige anspruchsvolle Klettertouren für geübte Kletterer an den Laliderer Wänden.
  • unser Weg führt uns ca 1 1/2 h steil bergauf, bis wir auf einer Höhe von 1794 m direkt neben den Laliderer Wänden das Hohljoch überqueren. Eine wunderschöne, weit offenen Weideflächen, selbst im Herbst noch grün und saftig. Und immer begleitet von den Gemsen, die ganz ohne Schwindel und sehr geschickt an der scheinbar glatten Wand balancieren.

  • von hier aus erhältst du bereits einen Blick auf die Falkenhütte, die auf gleicher Höhe noch winzig am Horizont zu sehen ist.

  • im Zickzack geht es nun bergauf und bergab vorbei an Felsbrocken und Gerölllandschaft, immer einem gut sichtbaren Weg folgend, bis du die Falkenhütte erreichst

  • nach ausgiebiger Pause und einer leckeren Brotzeit nehmen wir einen anderen Weg als den Hinweg, so dass wir in einer Art Rundweg über das Laliderer Tal bis zum Parkplatz zurückkehren. 

  • in Serpentinen wandern wir hinab bis zur Lalidersalm-Niederleger auf 1526m

  • dann immer am Laliderer Bach hinab bis zur Gumpenalm-Niederleger

  • weiter über eine Brücke, die über den Laliderer Bach führt hinab bis zum Parkplatz. 

Wandern in Tirol - Ahornboden mit Ahorn
Laliderer Wände auf der Wanderung
Holzhütte am Wegrand mit Jesus
Bauernhaus mit Blumen vor dem Fenster
Nebel an den Laliderer Wänden
Falkenhütte das Ziel der Wanderung am Horizont
steile Serpentinen am Berg
hohe felswände und schmale Pfade
Wandern im Vorarlberg

Wandern im Vorarlberg

Wandern im Vorarlberg: Dass Österreich eine herrliche Bergwelt zu bieten hat, wissen wir bereits. Egal, wohin man reist, überall gibt es unzählige Wanderungen von leicht bis schwer, für Anfänger bis hin zu Profis. Ein unbedingtes Reiseziel auf unserer Liste war die...

Wandern im Tölzer Land

Wandern im Tölzer Land

Wandern im Tölzer Land - Entlang der Alpen gibt es nicht nur unzählige Wanderwege, sondern auch verschiedene Gebiete, in denen man sich als Wanderer austoben kann. Neben dem Berchtesgadener Land und der Umgebung von Garmisch-Partenkirchen gibt es unter anderem noch...

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