Eine lockere Wanderung, jedoch mit bisweilen kräftigem Anstieg, auf zwei gleichhohe Berge dem Turò de l’Home und dem Les Agudes, die durch einen Grat miteinander verbunden sind. Es geht auf gut ausgetretenen Waldwegen durch einen herrlichen Buchenwald und über einen weitsichtigen Kammweg im Montseny-Gebirge.

Beeindruckend ist die grandiose Aussicht auf die umliegende Bergwelt und der verschneiten Pyrenäen am Horizont. Für Hunde ist die Wanderung geeignet.

Weitblick ins Tal beim Wandern in Katalonien thealkamalsontheroad

Alles, was du über die Wanderung Turò de l’Home & Les Agudes wissen solltest

Landkarte Wanderung in Katalonien thealkamalsontheroad

 Dauer: 3:45h /Länge: ca. 9,1km /Höhenunterschied: 580m

Ausgangspunkt: Du startest die Wanderung am Parkplatz am Font de Passavets auf 1195m wanderst sofort über gut ausgetretene und ausgeschilderte Buchenwaldwege.

Parken: Den Parkplatz findest du auf der BV5114 (zwischen Sant Celoni & Viladrau gelegen) bei Km-Stein 22, kurz nachdem du die Ermita de Santa Fe passiert hast.

Anforderung: Insgesamt eine unschwierige Wanderung auf gut ausgetretenen Waldwegen und Pfaden, aber bisweilen mit kräftigem Anstieg.

Markierung: Bis zum Turò de l’Home hältst du dich an die grünen Metallpfosten mit rostbrauner Markierung, vom Gipfel des Turò de l’Home bis zum Coll de Les Agudes folgst du dem Hinweisschildern GR5.2 – Rot/Weiß, und der Rückweg ist in Rot gekennzeichnet.

Wichtig!: Gutes Schuhwerk ist Voraussetzung, und wir empfehlen auch Wanderstöcke, vor allem beim Abstieg. Trinken & Essen mitnehmen, es gibt unterwegs keine Möglichkeit zur Einkehr gibt.

Wanderführer: Wir haben den Rother Wanderführer für die Costa Brava benutzt. Die Wanderung auf dem Teilstück des Camí Ronda ist die Wanderung Nummer 55 im Buch.

Rother Wanderführer Costa Brava
Aussichten mit dunklen Wolken Katalonien thealkamalsontheroad

Noch ein paar mehr Infos

Beste Jahreszeit: Die beste Jahreszeit würden wir sagen, ist hier von April bis Oktober. Wir wanderten im März und es lag noch recht viel Schnee – bereits ab dem Parkplatz. 

Ausflugstipp: Wer vor oder nach der Wanderung Lust hat, kanns sich die Ermita de Santa Fe anschauen, eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Einsiedelei, die nun ein Wallfahrtsort und beliebtes Ausflugsziel mit Restaurant ist.

Essen & Trinken: Um die Ermita de Santa Fe gibt es Einkehrmöglichkeiten und in den näheren Orten wie Sant Celoni oder Viladrau. 

Camping: Wir campten auf dem Campingplatz Blanes im gleichnamigen Ort Blanes, welcher sich direkt am Meer ca. 56km entfernt befindet.

Übernachtung in Katalonien

Falls du nicht campen magst, dann stehen dir viele Unterkünfte in Katalonien zur Verfügung: Ferienwohnung, B&B’s oder unzählige Hotels.

Blick in tiefe Täler unf auf hohe Berge Katalonien thealkamalsontheroad

Zwei-Gipfel-Wanderung

Wanderung zum Turò de l’home

Die Wanderung startet am Parkplatz, den wir nicht alleine belegen. Es kommen Leute und gehen Leute, es scheint ein beliebtes Spaziergebiet zu sein, auch wenn noch Schnee liegt.

Los geht es rechter Hand: Zuerst entlang eines plätschernden Bächleins, wandern wir die ersten Höhenmeter auf gut ausgetretenem Waldweg und wir passieren dabei eine Quelle, die wir auf dem Rückweg erneut schneiden.

In Serpentinen schraubt sich der Weg am Berg hinauf, das Ziel ist sehr gut gekennzeichnet. Auf schmalen Wegen, die bisweilen abgehen, steht ein Kreuz für hier nicht entlang.

Alaa ist im Schnee unterwegs mit Ryok Katalonien thealkamalsontheroad
Buchenwälder mit Schnee am Wegrand Katalonien thealkamalsontheroad

Schneegestöber

Wir wandern im Schnee, der hier Anfang März noch nicht geschmolzen ist. Nicht lange und wir sind alleine unterwegs, keine Spaziergänger queren mehr unsere Wege.

Es geht immer durch einen Buchenwald, der im Sommer herrlichen Schatten spendet und im Herbst sicher in den schönsten Farben strahlt.

Es riecht streng nach Wildtier, der Boden ist hier und da aufgewühlt, und wir fragen uns, ob das möglicherweise ein Bär ist. Who knows?

Lange Zeit sieht es aus, als erreiche man jetzt das „oben“ doch weit gefehlt, der Weg windet und windet sich am Berg entlang. Schließlich verlässt er den Buchenwald und etwas oberhalb ist die Wetterstation im Nebel zu erkennen.

Rechter Hand geht der Blick frei über das Tal, die Wälder und weit, weit hinten Felder. Der Ausblick ist herrlich.

Wetterstation mit Nebel Katalonien thealkamalsontheroad
Kristin und Ryok gucken die Aussicht Katalonien thealkamalsontheroad
Über Schnee führte die Wanderung zum Gipfel Katalonien thealkamalsontheroad
Tiefhängende Wolken beim Wandern in Katalonien thealkamalsontheroad

Wetterstation im Nebel

Noch eine letzte steile Steigung, dann erreichen wir das Plateau, auf dem die Wetterstation steht – die wir umrunden – bis hin zum Parkplatz hinter dem Hügel, auf dem die Wetterstation erbaut wurde.

Die Aussicht wird immer besser, jetzt links und rechts hinab auf das Land. Die Berge ziehen sich weit ins Landesinnere und am Horizont sehen wir die verschneiten Pyrenäen.

Auch der nächste Gipfel, der nahe Coll de Les Agudes, ist von hier aus zu sehen.

Alaa wandert auf schmalen Weg durch grüne Büsche Katalonien thealkamalsontheroad
Der Gipfel ist nah und mit Schnee bedeckt Katalonien thealkamalsontheroad
Alaa und Ryok am Gipfelkreuz Katalonien thealkamalsontheroad

Zum Coll de Les Agudes

Wir folgen der Straße ein paar Meter und biegen dann rechts auf einen gut sichtbaren Weg ein, der zum Les Agudes führt. Dieser Weg ist ein schmaler Pfad, der uns an Büschen, Felsen und skurril geformten Bäumen entlangführt.

Wir umrunden den Felshöcker Piug Sacarbassa auf dem schmalen Kammweg, der im Sommer sicher wunderschön in der Landschaft gebettet liegt, für uns kniehohen Schnee bereithält.

Von hier ist das Gipfelkreuz gut zu sehen.

Nachdem wir den Fuß des Coll de Les Agudes erreicht haben, wandern wir steil bergauf über Geröll- und Steinplatten und erreichen das Gipfelkreuz.

Die Aussicht muss gigantisch sein, wir jedoch erleben eine in Nebel versteckte Umgebung. Kurz darauf beginnt es zu Hageln, aber für eine kleinen Snack trotzen wir dem Wetter, bevor wir den Rückweg antreten.

Ryok läuft über felsiges Gelände Katalonien thealkamalsontheroad
Aussicht mit grünen Büschen Katalonien thealkamalsontheroad
Ziegen am Berggipfel Katalonien thealkamalsontheroad

Überraschende Begegnung

Langsam, da es um diese Jahreszeit nass und glatt ist, steigen wir auf den Steinplatten hinab und erleben eine Überraschung. Zuerst hören wir nur entfernte Glocken klingen, dann lichtet sich der Nebel und eine Herde Ziegen spaziert nahe an uns vorbei. Sie sind interessiert an uns und am Hund, doch halten Abstand und laufen dann weiter hinauf bis zum Gipfel.

Zwischen dem Felshöcker Piug Sacarbassa und dem Fuße des Coll de Les Agudes weist uns linker Hand ein Schild den Rückweg. Wir nehmen ihn, anfangs sehr rutschig auf dem Schnee und Matschgemisch, später dann locker zum Gehen.

Nicht lange und wir erreichen den Buchenwald und wandern in Serpentinen den Berg wieder hinab. Und auf dieser Seite des Berges begegnen uns die ersten Spuren des Frühlings. Leichtes Grün leuchtet an den Bäumen und Büschen und erste Frühlingsblumen strecken ihren Kopf der Sonne entgegen.

Ab der Wegkreuzung zwischen dem Bächlein und der Quelle, die wir auf dem Hinweg bereits passiert haben, sind es nur noch wenige Meter und wir erreichen das Auto.

Auf dem Grat unterwegs mit Aussicht Katalonien thealkamalsontheroad
Ryok im Nebel im Buchenwald Katalonien thealkamalsontheroad
Skurrile Bäume und Wurzeln Katalonien thealkamalsontheroad

Bitterkalt aber mit Aussicht – Turò de l’Home & Les Agudes

Die bisweilen anstrengende Wanderung können wir uneingeschränkt empfehlen.

Landschaftlich ein Highlight, vor allem vom Frühling bis in den Herbst, wenn sich das Laub an den Buchenbäumen bunt färbt.

Trotz Schnee und eher nebeliger Aussicht hat es uns hier sehr gut gefallen. Die Landschaft ist urig und sehr ruhig.

Wir hatten viel Spaß in der Einsamkeit und für Momente haben wir die Aussicht auf dem Gipfel sehr genießen können.

Ryok und Alaa genießen einen Apfel in eisiger Kälte am Gipfel Katalonien thealkamalsontheroad
Spanientipps:
Wandern in den Alpen: Hirschhörnlkopf
Wandern in den Alpen: Hirschhörnlkopf

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