Roadtrip Apulien

Unser Roadtrip durch Apulien

Unser Traum: Ein Roadtrip. Ein Roadtrip durch Italien.

Eine ganze Weile schon stellten wir uns vor, mit dem Auto Italien zu erkunden. Rauf und runter, alle Regionen vom Norden bis in den Süden und zurück. 2021 sollte es endlich soweit sein.

Leider: Wir hatten nur zwei Wochen Zeit für diese Reise. Zwei Wochen sind tatsächlich viel, viel zu wenig, Italien rauf und runter zu fahren, Landschaften zu erkunden, Orte zu besichtigen und schwimmen zu gehen.
Eine Entscheidung musste her: „Lass uns nur eine Region bereisen. Eine, die typisch italienisch ist, urtümlich und sehenswert.“

Wir durchforsteten das Internet nach den verschiedenen Regionen, nach Sehenswürdigkeiten, nach Landschaften, die atemberaubend sind. Und by the way das ist jede Region in Italien. Jede hat etwas Besonderes an sich, jede ist es wert bereist zu werden.

Letztendlich entschieden wir uns für: Apulien.

Für einen Roadtrip durch Apulien.

Wir wollten sie sehen, die Weite des Südens, die Straßen, die in der Hitze flirrten, die endlosen Reihen Olivenbäume, die weißen Städte und das himmelblaue Meer.

Santa Maria de Leuca Haustür

Apulien – der Absatz des Stiefels

Apulien – in Kurzform Puglia ist der Absatz des italienischen Stiefels. Die Halbinsel Salento mit der Hauptstadt Bari ist die flachste Region Italiens, – und ja, bis auf wenige Erhebungen ist das tatsächlich so.

Apulien hat sage und schreibe 865 km lange Sandstrände mit herrlichstem azurblauen Meer. Dazu kommen mittelalterliche Städte mit verwinkelten Gassen und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Manche davon sind als UNESCO-Erbe ausgezeichnet.

Es gibt kleine Dörfer mit weiß gekalkten Häusern, Jahrhunderte altes Ackerland mit rotbrauner Erde, Felder voll mit knorrigen, alten Olivenbäumen, daneben Weingärten behangen voller tiefblauer, reifer Trauben. Und am Straßenrand stehen unzählige Kakteenfeigen voller reifer, roter Früchte – die wir natürlich fleißig ernteten.

Apulien ist Italien in seiner ursprünglichsten Form.

Alaa in Gallipolli

Beste Reisezeit für Apulien

Die beste Reisezeit für Apulien ist beinahe das ganze Jahr über. Es herrscht Mittelmeerklima. Das heißt, die Sommer sind sehr heiß und dauern relativ lange, dafür sind die Winter eher mild und feucht mit 12 – 15 Grad.

– Badeurlaub: Mitte Mai bis Oktober

– Radfahren/Wandern/Sightseeing: März bis November

Wir wollten im Meer baden – das stand an erster Stelle – und uns Sehenswürdigkeiten anschauen, die Landschaft entdecken und leckeres Essen genießen. Somit entschieden wir uns für Mitte September. Es war warm, aber nicht zu heiß, um Besichtigungen zu machen. Das Meer war angenehm von der Sonne aufgeheizt, der Strand hingegen schon nicht mehr so voll. In den Städten war es – abgesehen von der Mittagszeit – zwar warm, aber gut zum Aushalten und Spazieren.
September war für uns der perfekte Zeitpunkt.

Unterkünfte

Hier findest du Hotels, B&Bs und Ferienwohnungen für eine Reise nach Apulien*.

Kakteenfeigen reif

Autofahren in Apulien

Wir haben in den zwei Wochen sehr viel gesehen und erlebt, und sind viele, viele Kilometer gefahren. Wer das nicht mag, wird wahrscheinlich keinen Roadtrip unternehmen.

Wir buchten unserer Ferienwohnung in Lido Marini. Das ist nicht unbedingt der strategisch günstigste Ort, um alle Ecken in Apulien zu erreichen. Aber wir wählten ihn, weil er uns einen herrlichen Sandstrand versprach – und sein Versprechen auch hielt. Wir kehrten jeden Abend zurück, um an diversen Tagen erneut aufzubrechen und uns etwas anzusehen.

In Apulien gibt es keine Autobahn, außer die A14, die von Bologna kommend Bari streift und in Tarent endet. Der Absatz des Stiefels allerdings ist ohne Autobahn, aber man fährt auf gut ausgebauten Schnellstraßen und kleineren Landstraßen. Auf den Schnellstraßen kommst du rasch voran (100km/h), auf den kleineren Landstraßen tuckerst du bisweilen mit 80 km/h dahin.

Aber was soll’s? Wer hat es schon eilig im Urlaub?

Insgesamt sind die Wege länger als man denkt und du solltest auf jeden Fall gut Zeit einplanen. Nicht jede Straße verläuft gerade und manche dauert dann doch länger.

– Einbahnstraßen: In den Orten herrscht oft Einbahnstraßensystem, an das man sich auch tunlichst halten sollte. Die Straßen sind bisweilen so eng, dass es kein Ausweichen, nur noch ein Rückwärtsfahren gibt.

Überhaupt – haltet nach Straßenschildern Ausschau, die auch weiter oben angebracht sind. Die zählen genau so und missachtet man sie, weil man nicht noch oben schaut, gibt es bisweilen Monate später einen bitteren Strafzettel – an dessen Grund man sich nur noch dunkel erinnern kann.

– Parken: Wir haben in jedem Ort gut ausgeschildert Parkplätze gefunden, die zwischen 1.50 – 2.00 die Stunde gekostet haben.

 

Alberobello

Alberobello war unser erstes Ziel. Die Stadt liegt im Zentrum des Valle d’Itra, dem Gebiet zwischen dem Ionischen Meer und der Adria und ist die Stadt der Trulli = der Kegelhäuser.

Trulli sind weiß gekalkt Häuser mit grauen Dächern aus schräg aufeinander geschichteten Kalksteinplatten in der Form eines Kegels. Genau diese Form der Häuser ist das Besondere an Alberobello und dem Umland.

Bereits in den Dörfern und Orten rund um Alberobello wirst du auf der Anfahrt ein paar dieser Trulli entdecken. In Alberobello jedoch findest du ungefähr 2000 solcher Trulli.

Bereits seit 1996 gehört Alberobello zum Weltkulturerbe der UNESCO. Alberobello hat ungefähr 12.000 Einwohner und liegt ca. 50 km südwestlich von Bari.

Trulli Straße in Alberobello

Spaziergang durch Alberobello

Von Lido Marini aus fuhren wir über Gallipolli und Francavilla bis Alberobello – das sind ungefähr 152 km vorbei an unendlichen Olivenbaumfeldern, kleinen Dörfern und bisweilen mit Blick auf das Meer. Für die 152 km haben wir ca. 21/2 Stunden benötigt.

Alberobello ist gut ausgeschildert und auch im Ort selbst wirst du via Schilder zu den Besucherparkplätzen geleitet, die du unbedingt nutzen solltest.

– Parkgebühr: ca. 2 Euro pro Stunde

Der Weg, um die Trulli zu besichtigen, ist von jedem Parkplatz aus sehr gut ausgeschildert. Du kannst ihn nicht verfehlen. Der Hauptteil des Ortes heißt Rione Monti. Hier findest du die meisten Trulli – gut erhalten und gepflegt werden sie heute nur noch selten bewohnt. In diesem Bereich der Stadt der Trulli befinden sich vor allem Souvenirläden, Cafés und Restaurants. Links und rechts der engen Gassen gibt es in den Trulli – neben unnützem Allerlei – bisweilen auch sehr schöne Erinnerungsstücke zu kaufen.

Manches Trullo wurde auch zu einem B&B umgebaut – falls du ein oder zwei Nächte in der Stadt verbringen magst, ist das sicher eine außergewöhnliche Idee.

Trulli mit Kateen
Trulli mit Kaktus

Highlights von Alberobello

Gegenüber von Rione Monti gibt es einen weiteren, weniger überlaufenen Teil von Alberobello. Hier findest du Panoramaterrassen, von denen aus sich der Blick über die grauen Kegeldächer sehr lohnt.

Zwei der Highlights von Alberobello sind:

– die Trullo-Kirche Sant‘ Antonio di Padova, die in Form eines griechischen Kreuzes erbaut wurde und mit einer 21m hohen Kuppel und einem 18m hohen Glockenturm ausgestattet ist

– der Trullo Sovrani, welches im 18 Jahrhundert erbaut wurde, und das einzige Trullo mit zwei Etagen ist, welches jetzt als historisches Museum fungiert

Eintritt Trullo Sovrani: 2,50 Euro

Trullidächer in Alberobello

Was es mit den Trulli auf sich hat

Das ist ganz einfach und war schlichtweg eine gute Idee: Im 17 Jahrhundert gab es im Königreich Neapel – dem auch Apulien angehörte – die Bestimmung, dass es verboten war, ohne Erlaubnis neue Ortschaften zu gründen. Dafür musste man eine Stange Geld hinlegen.
Um das zu umgehen, verpflichtete der damalige Feudalherr dieser Gegend, Giangirolamo II. Acquaviva, Graf von Conversano, seine neuen Siedler, diese Form und Bauweise der Trulli anzuwenden, da sie leicht auf- und abzubauen waren. Kam eine kaiserliche Kontrollkommission, wurden die Dächer schnell entfernt. Somit wurde die Siedlung, die nun nur noch aus halben Wänden bestand, nicht mehr Siedlung genannt. Und die kaiserliche Kommission musste wieder abziehen – ohne Steuereinnahmen. Und weil das stets so gut klappte, blieb man bei dieser Bauweise in der Gegend.

Alaa in Alberobello

Alberobello: Sehenswert oder nicht?

Alberobello ist sehenswert – ohne Frage. Aber wenn du anreist, sollte dir bewusst sein, dass der ganze Ort sehr touristisch vermarktet wird. Überall sind Touristen unterwegs, Touristengruppen, die Guides mit Fähnchen oder Schirm folgen. Alberobello ist voller Leute, die nur zum Gucken kommen für ein paar Stunden – und darauf wurde reagiert. Die niedlichen Gassen sind nett zum Anschauen, aber letztendlich voller Souvenirläden. Alles in allem ein wenig überladen und zu touristisch vermarktet.

Hauseingang in Polignano a Mare
Haus in Polignano a Mare

Polignano a Mare

Von Alberobello aus setzten wir unsere Fahrt (30 min/29 km) fort nach Polignano a Mare – mit seinem wohl einzigartigen Strand. Letzteres ist wahr, wenn wir für diesen auch zum falschen oder – wie man es persönlich sieht – richtigen Zeitpunkt kamen.

Wir wollten durch die Gassen bummeln, irgendwo eine Pizza oder Lunch essen, an den berühmten Strand gehen und möglicherweise in das glasklare und sehr blaue Meereswasser tauchen. Als wir ankamen, war etwas im Gange. Die Stadtmitte war gesperrt und wimmelte von Leuten.

– Parkplatz: Suche war via Google Maps relativ einfach und auch kostengünstig für ca. 2 Euro die Stunde.

Wir starteten unseren Bummel durch Polignano a Mare, auch genannt die Perle der Adria. Ca. 33k km südlich von Bari wurde sie direkt am Meer erbaut und schmiegt sich wie ein Adlerhorst an die Kalksteinklippen dieser Küste. Polignano a Mare hat ungefähr 17.861 Einwohner.

Zuerst spazierten wir durch die Stadt, eine typische kleiner Altstadt mit weißbeigen Häusen, Blumen und Palmen und Kakteen überall, Cafés zum Sitzen und Genießen, und zwischendurch gelingt einem immer wieder der Blick die Klippen hinunter aufs Meer.

Doch woher und warum die vielen Leute? Die Polizei? Krankenwagen? Sperrung?

Polignano a Mare und Strand

Cliff Diving in Polignano a Mare

Wir erreichten die Cala Porto, eine römische Brücke, die die Stadt verbindet, die sich auf zwei gegenüberstehenden Klippen befindet. Und dann entdeckten wir das warum.

Von der Brücke aus erhältst du einen direkten Blick auf den sehenswertesten Strand Apuliens – gelegen zwischen eben diesen zwei Klippen endet der Strand aus hellen Kieselsteinen am azurblauen Meer.

Als wir Poligano a Mare besuchten, fanden die Klippenspringerweltmeisterschaften 2021 ( Red Bull Cliff Diving) statt.

Und das war tatsächlich sehenswert. 27m geht es für die Klippenspringer und Klippenspringerinnen knapp neben den Felsen in die Tiefe. Faszinierend und beängstigend zugleich, aus welcher Höhe die Springer kraftvoll ins Wasser stürzen.

Von eben jenem fantastischen Strand aus – der an diesem Tag zum Schwimmen gesperrt war – beobachteten wir einige der Springerinnen und Springer, die sich, bevor sie ins Wasser tauchten, mehrmals kunstvoll drehten. Ein unerwartetes und begeisterndes Erlebnis inmitten einer wunderschönen, kleinen italienischen Stadt.

Da diese Weltmeisterschaft zwar jedes Jahr stattfindet, aber vielleicht nicht, wenn du dorthin reist, gibt es noch die Möglichkeit, mit einem Boot die Höhlen in den Felsen vor Polignano a Mare zu besichtigen.

– Kosten: ungefähr 30 Euro pro Person

Und wer dann noch nicht genug gesehen hat, findet mitten im Ort die Statue des berühmten Sängers Domenico Modugno. Sein bekanntester Song „Volare oooh, cantare ooohhh“ kennt wahrscheinlich mittlerweile schon jeder.

Grotta della Poesia

Grotta della Poesia

Der Name allein reicht aus, um die Sehenswürdigkeit entdecken zu wollen. Wir finden, den Name muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – Grotta della Poesia.

Wie der Name schon sagt, ist es eine Grotte, die wir als nächstes besuchten. Über Jahrhunderte leckte das Meer an den Steinklippen und formte eine Höhle unterhalb der Felswände 30 m vom Meer entfernt.

Eintrittspreis: 9 Euro

– Öffnungszeit: 9:00 – 19:00 Uhr

Du wanderst dicht an den Klippen entlang über felsiges Gebiet, bis du inmitten des Felsens ein Loch erreichst: Grotta della Poesia.

Von oben kannst du hinabschauen, und möglicherweise auch baden. Es gibt Fotos, auf denen Leute von den Klippen in die Grotte springen und schwimmen. Bei uns schien zwar die Sonne, aber es wehte ein recht kühler und starker Wind. So dass von uns und auch sonst niemand hätte baden wollen.

Die Grotta della Poesia ist sehenswert, obwohl wir für einen Eintrittspreise etwas größeres, immenseres erwartet hätten. Aber es machte Spaß an den tiefen hinabreichenden Klippen zu spazieren, während die Wellen sich lautstark an den Felswänden brachen.

Neben der Grotte – auf demselben Areal und ohne weiteren Eintritt zu bezahlen – kannst du die Ruinen eines alten Wachturms und Herrenhauses aus dem 16 Jahrhundert anschauen – sowie die Wallfahrtskirche Madonna di Roca besuchen.

Klippen Sant'Andrea Apulien

Torre Saint’Andrea

Für uns gab es an diesem Abend noch eine Sehenswürdigkeit inmitten dieser wunderschönen Landschaft Apuliens. Für fuhren weitere 7 min und 4,7 km gen Süden und erreichten Torre Saint Andrea.

Torre Saint Andrea sind ebenfalls Klippen, die man über in den Felsen gehauene Treppen besichtigen kann, um von unten Torre Saint’ Andrea zu bestaunen. Ein vom Meer und den Wellen gemachtes Tor inmitten eines Felsen, der im Wasser steht.

Die Sonne begann unterzugehen, die Klippen glühten im orangefarbenen Licht und noch immer wehte ein starker Wind, so dass sich dicht neben uns hohe Wellen mit weißer Gicht am Felsen brachen.
Das war ein herrliches Naturschauspiel.

Alaa an den Klippen Sant' Andrea
Gallipolli Apulien

Gallipolli

Ein weiteres Ziel auf unserem Roadtrip durch Apulien war: Gallipolli.

Gallipolli ist eine der ältesten Städte in dieser Gegend, sie hat 20.000 Einwohner und liegt auf der Halbinsel Salent. Ein wirklich wunderschöner Ort mit einer gemütliche Altstadt aus weißen bis gelblichen Häusern, engen Gassen, vielen Cafés und Restaurants, und einem Hafen, in dem du Fischern beim Angeln zusehen kannst.

Häuser in Gallipolli

Die Altstadt gleicht einer Festung, die weit ins Meer hineinreicht.

Du kannst diese Insel über eine Brücke erreichen, von der aus du die Festung mit ihren Türmen, Basteien und Mauern wunderbar sehen kannst. Wenn du magst, kannst du die Festung aus dem 13 Jahrhundert besteigen und einen herrlichen Blick über die Stadt und die Umgebung genießen.

In der Altstadt findest du auch die erwähnenswerte Kathedrale „Basilica concattedrale di Sant`Agata“ aus dem 17. Jahrhundert.

Straße in Gallipolli

Im neueren Bezirk von Gallipolli findest du eine große Hauptstraße, an der sich unzählige Modegeschäfte, Banken, Gemüse- und Obstläden, Cafés und Restaurant reihen.

Hier auf einer Bank zu sitzen und ein Eis zu schlecken und dem bunten Treiben zu zusehen, macht gerade in den Abendstunden, wenn die Türen der Häuser sich öffnen und Gallipolli zum Leben erweckt, viel Spaß.

Festung von Gallipolli
Alaa am Kap Punta Ristola

Punta Ristola

Das ist ein Kap an der südlichsten Absatzspitze des italienischen Stiefels. Und das Besondere an diesem Ort ist: Hier treffen sich das Ionische Meer und das Adriatische Meer und fließen ineinander.
Das kann man so nicht sehen, aber du kannst auf den Klippen gut spazieren, und wenn du mutig bist, bis zum äußersten Zipfel vordringen. Dann ist da nicht mehr außer du und das weite Meer.
Ein wunderschönes Naturschauspiel.

Punta Ristola Kap
Punta Ristola Grotte

Restauranttipp

Zu guter Letzt ein Restauranttipp von uns:

In der Tratorria Saint’Elia, Strada Provinciale Patú in Patú haben wir in gemütlicher und romantischer Ambiente ein superleckeres Dinner genossen.

Vorspeise Apulien
Tintenfisch Apulien
Rindersteak Apulien
Schokoladenkuchen Apulien

Doch nicht immer ist es Gold, was glänzt …

Obwohl Apulien traumhaft schön ist, gibt es doch zwei Punkte, die wir nicht verhehlen wollen. Zwei Punkte, die uns traurig machen und erschrecken.

Puglia, vor allem südlich, ist einem Olivenbaumsterben ausgeliefert. Kilometerlange Felder und darauf hunderttausende Olivenbäume sterben an dem Bakterium Xylella fastidiosa. Es bricht einem das Herz, die Felder voller toter, uralter Olivenbäume zu sehen, Felder, auf den die abgeholzten und verbrannten (eine der wenigen Möglichkeit, die Ansteckung zu stoppen) Baumstümpfe stehen. Übertragen wird das Bakterium von einer pflanzensaftsaugenden Zikade, die von Baum zu Baum flattert. Die Bäume trocknen von Innen heraus aus und sterben ab.

Müll. Tatsächlich haben wir noch nie so viel Müll gesehen. Überall, am Straßenrand, am Feldrand … einfach überall. Das Müllproblem beginnt südlich von Rom, ab da wird es mehr und mehr. Ganze Halden von Müll lagern einfach in der Landschaft: Plastikspielzeug, Kühlschränke, Geschirr, Müll aus Autowerkstätten, Ölbehälter, alte Maschinen und so unglaublich viel mehr. Wir kennen das Müllabfuhrsystem in Italien nicht, aber für diese Müllberge gibt es für uns weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung. Kein Warum. Es ist schlichtweg Umweltverschmutzung in seiner hässlichsten Form.

Natürlich kann man über diese zwei Punkte nicht die Augen schließen. Aber der erste Punkt trifft die Bauern dieser Gegend hart, niemand kann etwas dafür und es sind enorme Kosten, die hier verloren gehen. Und der zweite Punkt ist tatsächlich diskutierbar.

Olivenbäume in Apulien

On the road: Apulien

Apulien ist wunderschön. Es ist tatsächlich so wie wir es erwartet haben: unendliche Weite, Felder, Olivenbäume, Kakteenfeigen, azurblaues Meer, weiße Häuser – soweit das Auge reicht. Nette Leute, gutes Essen, Sehenswürdigkeiten, die faszinierend sind. Landschaften, die begeistern. Und noch vieles mehr.

Es war eine wunderbare Reise, eine langsame Reise, die wir sehr genossen haben.

Apulien hat uns gefallen. Und wir haben längst nicht alles gesehen. Das heißt, wir kehren zurück und schauen uns all die Orte an – Bari, Monopoli, Lecce oder das Castel del Monte oder den Parco Nationale del Gargano mit seinen Wäldern – die wir in den kurzen zwei Wochen nicht untergebracht haben.

Apulien ist traumhaft schön und eine ganz große Empfehlung.

Ausblick auf Ionisches Meer und Adria

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Du hast Apulien bereits bereist? Und dir hat es gefallen? Oder du magst weitere Tipps? Dann schreib uns in den Kommentaren.

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