Florenz mit Hund bereisen

Florenz mit Hund bereisen

Florenz Toskana Alkamals

Mit deinem Hund nach Florenz reisen

Einmal Florenz, immer wieder Florenz.

Ja, Florenz überzeugt tatsächlich.

Doch wie ist es, Florenz mit Hund zu bereisen? Funktioniert es? Eine italienische Stadt mit Hund? Ist das nicht zu viel von dem einen und zu wenig von dem anderen? Zu viel Lärm und Trubel? Zu wenig Grünfläche und Auslaufmöglichkeiten?

Florenz ist traumhaft. Das ist keine Frage, das ist eine Feststellung, die man so schnell nicht widerlegen kann. Florenz ist italienisch.
Locker und leicht, fühlt sie sich an, diese Stadt. Sonne und Sightseeing – Urlaub eben. Florenz ist voller Sehenswürdigkeiten, voller Geschichte, voller Leben. Cafés und Restaurants, kleine Geschäfte mit niedlichen Produkten, und sündhaft teure Shops, die nur wenige betreten.

Gelateria, Bäckerei, Metzgerei, Käserei, Weinläden, es gibt alles und viele toskanische Spezialitäten locken zum Kauf. Doch Florenz ist viel mehr als nur eine Stadt zum Shoppen, Florenz ist Kultur und Geschichte. Es gibt so unendlich viel zu entdecken. Jede Ecke der Stadt hat gelebt und hat etwas Sehenswertes für sich.

Doch wie funktioniert Florenz, die Hauptstadt der Toskana, mit Hund?

Restaurants auf dem Domplatz Florenz

Florenz – die Hauptstadt der Renaissance

Wie in jeder Stadt gibt es auch in Florenz – gerade in Florenz – unglaublich viel zu besichtigen und zu entdecken. Florenz ist die „Hauptstadt“ der Renaissance – was bereits alles sagt.

Aber wir holen ein wenig aus:

Florenz wurde bereits in der Antike von Julius Cäsar errichtet und in diversen Kriegen fast nahezu wieder zerstört. Nach einer Pestepidemie – ungefähr ab dem Mittelalter – begann Florenz sich zu einer gefragten Handels- und Kulturstadt zu mausern. Künstler und Gelehrte, die die Welt kennt wie Donatello, Botticelli, Michelangelo, Da Vinci oder Galileo Galilei siedelten sich in Florenz an. Zeitgleich wuchs die Stadt durch die reiche Familie der Medici zu einem wichtige Handels- und Finanzzentrum heran.

Florenz ohne Kultur geht einfach nicht – an jeder Ecke findest du Zeugnisse vergangener Epochen. Epochen, die herrlichste Sehenswürdigkeiten hervorbrachten, den Fortschritt und faszinierende Geschichte.

Florenz besichtigen – mit Hund?

Besichtigungen mit Hund sind natürlich nicht ganz einfach. Bis auf einen Rundgang durch die Stadt und die Besichtigung der Gebäude von außen, gibt es nichts, was du im Inneren besuchen kannst – außer ihr reist zu zwei, zu dritt, zu viert und wechselt euch mit Dogsitting ab. Oder ihr wählt einen Dogsitter-Service aus dem Internet. Wir haben das noch nie probiert, aber falls es bereits jemand versucht hat, kann er gerne in den Kommentaren schreiben, welche Erfahrungen er damit gemacht hat.

Falls ihr also einen Dogsitterservice ausprobieren oder abwechselnd die Sehenswürdigkeiten besichtigen wollte, listen wir für euch alle Attraktionen auf, die der Tourist in Florenz gesehen haben sollte.

Wir waren insgesamt zweimal in Florenz. Einmal erwischte uns ein Regentag im Sommer (wahrscheinlich der einzige Tag mit Regen in jenem Sommer) und im Jahr darauf besuchten wir Florenz einen Spätnachmittag lang bis einschließlich früher Morgen am nächsten Tag. Viel Zeit für Sehenswürdigkeiten blieb uns nicht, deshalb vergnügten wir uns mit einem ausgiebigem Spaziergang in der Abendsonne und einem gemütlichen Restaurantbesuch.

– Wichtig: In Italien herrscht für Hunde Maulkorbpflicht. Wir haben immer einen Maulkorb dabei, haben ihn aber noch nicht gebraucht und wurden auch nie darauf hingewiesen, ihn zu benutzen.

Manche Restaurants erlauben keine Hunde. Das ist uns aber auch noch nie passiert, zumal wir oft im Sommer unterwegs sind und dann gerne draußen sitzen.

Ein Spaziergang durch Florenz mit Hund – und alles was du unbedingt sehen musst

Unser Spaziergang startete an der Ponte S. Niccoló und führte uns entlang des Arno – der sage und schreibe 200 km lang ist – Richtung Altstadt vorbei an der Biblioteca Nazionale, bis wir die Ponte Vecchio erreichten.

Ponte Vecchio

Die berühmte Brücke, die Jahre 1345 erbaut wurde, verbindet die Uffizien mit dem Medici-Palast auf der anderen Seite des Arnos. Die Brücke gleicht einer schmalen Straße an der Häuser erbaut wurden, bisweilen über den Brückenrand hinaus. In den Häusern findest du vor allem Schmuck- und Uhrengeschäfte. In der Mitte der Brücke kannst du links und rechts vorbei an den Häusern das bunter Stadtpanorama genießen. Die Brücke kannst du auf deinem Spaziergang natürlich mit Hund besuchen.

Unser Weg führte uns dann weiter Richtung Uffizien. Wir spazierten unterhalb der hohen Torbögen vorbei am Museum und passierten dabei eine Handvoll Maler, die wahlweise den Arno, Florenz und die Ponte Vecchio malten oder dich, falls du als Tourist ein Andenken wünschst, welches dich und deinen Partner auf humorvolle Weise mit großer Nase oder Segelohren oder dicken Lippen zeigt.

Ponte Vecchio Florenz

Uffizien

Falls du ohne Hund unterwegs bist oder mit einem Partner reist, der weniger Interesse an Skulpturen und Gemälden von Botticelli, Giotto, Michelangelo und Da Vinci hat als du, dann lass den Hund für einen ausgiebigen Spaziergang bei ihr/ihm und besichtige die lohnenswerten Räume und Ausstellungen der Uffizien.

– Adresse: Piazzale degli Uffizi, 6, 50122 Florenz, Italien

– Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 08:15 bis 18:50 Uhr

– Eintritt:

März – Oktober: 20€
November – Februar: 12€

Wir vermeiden gerne lange Wartezeiten, was dir an Museen wie die Uffizien oder den Vatikanischen Museen in Rom oder dem Louvre in Paris locker passieren kann. Deshalb nutzen wir Get Your Guide – wir zahlen mehr, aber können gleich durchgehen ohne an der Kasse zu warten.

Wir waren knapp in der Zeit, ließen somit die Besichtigung und die Uffizien links liegen und erreichten die Piazza della Signora.

Neptunbrunnen in Florenz

Piazza della Signora

Der Platz ist ein weiteres sehenswertes und geschichtliches Highlight auf der Liste der Sehenswürdigkeiten von Florenz. Und nicht nur das, er ist wunderschön und das Zentrum der Altstadt.

Die große Piazza ist viereckig und von hohen, alten Häusern umrandet. Eines davon ist der Palazzo Vecchio mit dem 90m hohen Arnolfoturm, von dem aus du – nach 233 Stufen – eine fantastische Rundsicht über die Stadt genießen kannst. Vor dem Palazzo steht der berühmte Neptunbrunnen, dessen Wasser nicht nur unter grimmigen Mienen diverser Flussgottheiten und den Argusaugen des Neptuns fröhlich dahin plätschert. Nein, der Brunnen ist tatsächlich der Endpunkt eines Aquäduktes aus der Antike.

Wir kauften uns auf der Piazza della Signora erst einmal ein Eis, denn Italien ohne Eis ist nicht Italien, und setzten uns auf ein paar Treppen, um dem Treiben auf dem Platz zu zuschauen. Neben uns, unter einem Torbogen der Uffizien, wurde ein klassisches Konzert abgehalten und erfüllte die Piazza della Signora mit wunderschöner, zarter Musik. Langsam verschwand die Sonne hinter den hohen Mauern der Häuser und ließ uns auf einem abendlichen Platz zurück, der sich mit mehr und mehr Leuten füllte. Restaurants öffneten, Tische wurden gedeckt, Gläser herausgetragen und es begann appetitlich nach Spaghetti aglio e olio zu duften.

Die Stadt begann zu leben.

Wir wandern weiter durch engen Gassen, vorbei an alten Hauseingängen mit meterhohen dunkelglänzenden Türen, unter Torbögen hindurch und entlang kleinerer und größerer Plätze. Und erreichten irgendwann die Piazza di Santa Croce mit der Basilica di Santa Croce.

Eis essen in Florenz mit Hund

Piazza di Santa Croce

Laut einer Legende wurde der Grundstein der Basilica di Santa Croce vom heiligen Franz von Assisi gelegt. Sehenswert ist die Basilica aber auf jeden Fall, denn nicht nur die Architektur überzeugt, du findest hier auch einige Gräber berühmter Künstler und Gelehrter wie Michelangelo, Galileo Galilei und Rossini.

Es war herrlich warm auf der Piazza di Santa Croce und wenig los. Es gab ein paar Touristenführungen, Kinder, die Fahrrad fuhren, Leute, die ihren Hund spazieren führten, Liebespaare, die auf den Bänken zusammensaßen und es gab das „Boccadama“ ein Restaurant, das freie Plätze vor seiner Tür anbot. Wir nahmen dankend an und hatten ein echt leckeres Abendessen. Typisch italienisch: Pizza.

Auf dem Rückweg zu unserer Wohnung setzten wir unseren Spaziergang fort. Die Straßen und Restaurants füllten sich mehr und mehr, während wir die Piazza del Duomo mit der sehr sehenswerten Kathedrale Santa Maria del Fiore erreichten.

Dom von Florenz

Il Duomo di firenze

– Kathedrale Santa Maria del Fiore:

die viertgrößte Kirche Europas, mit drei massiven Bronzetüren und einer Kuppel aus dem 12 Jahrhundert, die von keinem geringeren als Brunelleschi entworfen wurde.

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore kannst du natürlich besichtigen, der Eintritt ist frei. Willst du die Kuppel besichtigen und besteigen, musst du eine Führung buchen.

– Campanile Giottos:

Gleich neben der Kathedrale steht der Campanile Giottos, ein Turm, der zwölf Kirchenglocken beherbergt und den du auch besichtigen kannst. Die 414 Stufen zur Turmspitze zu erklimmen und den atemberaubenden Panoramablick über Florenz zu genießen, ist eine große Empfehlung von uns. Natürlich nur ohne Hund möglich.

– Baptisterium San Giovanni:

Gegenüber der Kathedrale findest du das Baptisterium San Giovanni mit seinen drei kunstvollen Bronzetoren. Auch sehr sehenswert.

Adresse: Piazza del Duomo, Florenz, Italien
Öffnungszeiten: täglich von 08:15 bis 18:50 Uhr
Eintritt für Kuppel, Dom-Museum, Baptisterium und Glockenturm: 18€

Palast der Medici

Eine weiter Sehenswürdigkeiten in Florenz ist der Palast der Medici, eine Attraktion aus dem 15 Jahrhundert mit einem herrlichen Innenhof und Garten und einer Galerie, die man gesehen haben sollte – vorausgesetzt man hat keinen Hund dabei.

Adresse: Palazzo Medici Riccardi, Via Camillo Cavour 3, 50129 Firenze, Italien
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag: 8:30 – 19:00, Mittwoch: geschlossen
Eintritt: 7€ für das Museum/ Garten + Innenhof sind kostenlos

Mercato Centrale

Wir empfehlen dir auch den Mercato Centrale zu besuchen, einem Markt untergebracht in einer riesigen Halle. Du findest hier alles, einfach alles: Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, diverse Brote und Kuchen, Blumen und alle möglichen Käsesorten. Im oberen Stockwerk sind Restaurants und Lounges untergebracht, in denen du verschiedene und echt leckere Speisen ausprobieren kannst.

Adresse: Piazza del Mercato Centrale, Via dell’Ariento, Florenz, Italien
Öffnungszeiten: täglich von 08:00 bis 00:00 Uhr
Eintritt: frei

Ausblick über Florenz

Was ihr auf keinen Fall verpassen dürft

Und jetzt eine Sehenswürdigkeit, die auf jeden Fall mit Hund funktioniert und die ihr unbedingt besuchen müsst: Die Piazzale Michelangelo.

Die Piazzale Michelangelo ist einer der schönsten Aussichtspunkte von Florenz mit einem sagenhaften Panorama über die Stadt und den Arno, und einer Nachbildung des berühmten „David“ von Michelangelo. Die echte Skulptur könnt ihr in der Galerie der Accademia bewundern.

Die beste Zeit für einen Besuch ist der Abend, wenn die Sonne hinter Florenz und den nahen Bergen untergeht. Dann gibt es ein atemberaubendes Schauspiel über der Stadt und den Lichtern der Straßen, die weit unter dir funkeln.

Wir besuchten die Piazzale am frühen Morgen und waren bis auf zwei weiter Touristen alleine. Das ist natürlich ein Pluspunkt für diese Zeit. Der Ausblick auf die erwachende Stadt war wundervoll erfrischend.
Gleich daneben findest du ein Café, dass nicht unbedingt mit seinen Croissants und frischem Kaffee überzeugt, dafür aber mit einer herrlichen Sicht über die Stadt. Und das ist es dann doch wieder wert.

Lage: Du erreichst die Piazzale Michelangelo über die Stufen, die von der Piazza Guiseppe Poggi hinaufführen, oder wahlweise mit dem Auto auf der mit Bäume gesäumten, alleeartigen Viale Michelangiolo aus der Innenstadt kommend.

Gasse in Florenz

Noch ein paar Infos zu Florenz

– Fahren & Parken in Florenz:

Fahren in Florenz ist wie in jeder größeren Stadt. Es ist viel Verkehr und für manche Straßenführung braucht man eine Sekunde länger zum Überlegen, aber insgesamt war Florenz – wir sind bereits in Neapel Auto gefahren und dazu können wir nur sagen: Ja, Halleluja – ein leicht zu handhabender Verkehr.

Parken in der Stadtmitte ist aussichtslos und solltest du auf jeden Fall vermeiden. Zu wenig Möglichkeiten, die zudem erlaubt sind. Wir parkten das erste Mal Florenz in einem Parkhaus nahe der Altstadt – Preis war akzeptabel – und das zweite Mal, als wir Florenz besuchten, parkten wir in einer Seitenstraße nahe der Wohnung (zu Fuß ungefähr 15 min in die Altstadt), die wir gemietet hatten. Natürlich ist es wichtig, auch hier die Straßen- bzw. Verbotsschilder zu beachten. Es gibt mehr davon, als du auf den ersten Blick erkennst.

– Beste Reisezeit:

Florenz kannst du ganzjährig mit Hund besuchen. Die beste Reisezeiten sind von April bis Juni (wenn es überall herrlich blüht) und von September bis Oktober ( wenn es schön warm, aber nicht mehr zu heiß ist). Von November bis März kann es häufiger regnen und die Temperatur nachts auch mal bis in die Minusgrade gehen, dafür ist vieles billiger und es sind weniger Touristen zu finden. Und in den Monaten Juli bis August ist es wie im Süden erwartet sehr, sehr heiß und voll.

– Übernachtung:

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Florenz mit deinem hund zu besuchen + zu übernachten, von luxuriösen Fünfsterne-Hotels bis hin zu billigeren Zweisterne-Hotels in den Seitengassen. Je nach Budget findest du garantiert passendes. Neben Hotels gibt es auch Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und Privatzimmer. Wir hatten eine Ferienwohnung mit Hund ungefähr 15 Min entfernt der Altstadt über Airbnb gebucht. Und wir können sie auch empfehlen: Sauber, ruhig und modern eingerichtet.

Wie funktioniert nun Florenz mit Hund?

Wie es funktioniert mit Hund in Florenz, das fragten wir uns, als wir für eine Nacht Halt machten, bevor wir die Fähre zur Isola d‘ Elba nahmen. Meistens sind größere Städte nicht so vorteilhaft, wenn du mit Hund unterwegs bist. Meistens ist es laut und stinkig, zu viele Leute und zu viel Verkehr.

Das ist in Florenz ein wenig anders. Es ist laut, aber nicht stinkig. Es sind viele Leute unterwegs, aber sie verlaufen sich in den Gassen und auf den Plätzen, so dass es nie zu viel wurde. Und Verkehr gab es gar nicht so viel, ein großer Teil in der Altstadt war schlichtweg für Autos nicht erreichbar.

Fakt ist, willst du die Sehenswürdigkeiten nicht nur von außen sehen, dann musst du einen Partner mitbringen, der auf deinen Hund aufpasst oder du versucht einen der Dogsitter, die es laut Internet in Florenz zu buchen gibt. Denn die Museen und Kirchen kannst du nur ohne deinen Hund betreten.

 

Eingang zum Dom Florenz

Es funktioniert mit Hund, aber anders …

Möchtest du dir die Stadt ohne Museen und das Innere von Kirchen ansehen, dann ist Florenz eine ideale Stadt mit Hund. Florenz ist italienisch, eine Eigenschaft, die uns Urlauber bereits alleine überzeugt. Aber Florenz strahlt zudem eine willkommene Wärme aus. Ein: hier möchte ich ein wenig bummeln und danach ein wenig sitzen und ein wenig Eis essen.

Und es gibt – ein großer Pluspunkt – eingezäunte Hundebereiche in den verschiedenen Parks der Stadt, in denen dein Hund, ist er verträglich, Auslauf haben und toben kann.

Keine Frage, die Museen speziell die Uffizien sind einen Besuch wert, aber es gibt auch ohne Museen und das Kircheninnere genug in Florenz zu sehen und zu entdecken. Es ist die Geschichte der Stadt, der Familien, des Landes, die überall zu spüren ist, und Florenz sehenswert macht. Und es ist das Leben, was Florenz so liebenswert macht.

Alaa und Ryok vor dem Dom Florenz

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Du hast Florenz bereits bereist? Vielleicht sogar mit deinem Hund? Und dir hat es gefallen? Dann schreib uns in den Kommentaren.

Roadtrip – Toskana

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Toskana Italien Alkamals

Der Duft des Chianti

Toskana und Chianti – das sind zwei Komponenten, die zusammen gehören. Das eine ohne das andere funktioniert nicht. Stell dir vor, du sitzt an einem warmen Sommerabend beim Italiener um die Ecke, deinem Lieblingsitaliener, und du isst nicht nur eine große mit frischen, sonnengereiften Tomaten und Rucola belegte Pizza, du lässt dabei auch einen roten Chianti genüsslich über deine Gaumen rollen. Du schließt die Augen – ein Sommerwind streicht dir über die Haut, entfernt bellt ein Hund, Hühner gackern. Irgendwoher erklingt ein leises Lachen, Geschirr klimpert und italienische Wortfetzen ziehen an dir vorbei. Du hörst das Zirpen von Zikaden und das Rascheln der silbrigen Blätter der Olivenbäume. Das ist die Toskana – und genau da, in der Mitte, das Chianti.

Weinfelder mit Weingut

Durch das Chianti mit Hund

Monti del Chianti – die Chiantiberge – ist eine Hügelkette quer durch die Toskana. Sie erstreckt sich von Florenz bis Siena und von Pisa bis Montalcino.

Hier geht es vorbei an Weinbergen in voller Pracht, behangen mit tiefblauen Trauben; an Bauernhäuser in grauem Stein und mit farbigen Fensterläden und die Einfahrt gesäumt von Pinien und Zypressen. Je nach Jahreszeit findest du eine weitläufige, hügelige Graslandschaft in saftigem Grün oder trockenem Braun. Jede Farbe hat besonderen Charme für sich. Auf der Straße wirbelt der Staub, Hitze flirrt und lässt den Blick verschwimmen. Und dazu Sonnenblumen in voller Blüte soweit das Auge reicht, durchzogen mit rotem Mohn, der noch weit in den Sommer hinein am Feldrand steht. Das ist das Chianti, das ist die Toskana.

Obststand in Radda in der Toskana
Seitenstraße mit Pflanzen in Radda in der Toskana

Wein & Oliven 

Wir besuchten das Chianti am Ende des Sommers Anfang September. Noch war es heiß und trocken. Zugegeben wir lieben das Meer, die Luft und die Weite, aber wir buchten trotzdem für eine Woche eine Ferienwohnung mitten im Chianti auf einem Wein- und Olivengut. Und das haben wir nicht bereut. Wir haben viel gesehen: Pisa, Florenz, San Gimignano, Siena – all die wunderbaren Orte, die die Toskana zu bieten hat. Das Meer haben wir auch gesehen, denn das gehört zur Toskana genau so dazu wie das Chianti. Und wir haben das Chianti entdeckt – eine Rundfahrt durch das Weingebiet unternommen.

toskanisches Haus mit Balkon

Pitorreske Orte im Chianti

Eine Rundfahrt durch das Chianti, ja, das ist machbar ohne Stress. Und sogar unserem Hund hat es gefallen, seine Schnauze aus dem Fenster zu halten und den warmen Wind zu spüren. Aber von vorne: Es ist kein Weg, der als Rundfahrt angegeben ist, wir haben uns die Orte selbst zusammen gestellt und dabei einen großen Teil auf der Chiantigiana SR 222 zurück gelegt. 70 km – mit Besichtigungen, Eis essen, fotografieren, Hund Gassi führen und Restaurantbesuch – dauerte die Fahrt den ganzen Tag. Man kann sich Zeit lassen wie wir, man kann sich aber auch ein wenig beeilen, und dann ist man eben kürzer unterwegs.

Die Straße ist angenehm zu fahren, meistens geteert und besteht ganz selten – vielleicht haben wir uns auch verfahren, wer weiß – aus Kies. Überall am Wegrand gibt es herrlichen Ausblick auf die Weinfelder und die Olivenhaine. Ein kurzer Stopp hier, ein Foto dort. Ein Picknick und einen Spaziergang. Die Straße ist nur wenig befahren, manchmal waren wir längere Zeit allein unterwegs, manchmal kamen Orte, in denen normaler Verkehr herrschte. Egal wie lange du benötigst, Möglichkeiten für Unterkunft, Essen und Trinken findest du in fast jeden Ort.

Weingut zwischen Weinfeldern in der Toskana

Süße Feigen, Kirschen und Melonen

Starten wir mit Gaiole in Chianti (2635 Einwohner) in der Provinz Siena. Früher Vormittag, nur wenige Leute waren unterwegs, hier eine Gruppe alter Männer, die ihren ersten Espresso tranken und dort ein Touristenpärchen, dass frisches Croissant mit einem Café genoss. Es war angenehm durch den Ort zu spazieren. Ein Tuch der Stille lag noch über dem Ort, die Geschäfte öffneten gerade, in den Restaurants brachten die Kellner die Tische und Stühle vor die Tür. Verhaltenes Plaudern und hin und wieder ein Ruf von einem offenen Fenster zum nächsten.

Nächster Stopp: Radda in Chianti (1518 Einwohner) in der Provinz Siena. Der Hauptort steht auf einem Hügel (530m) umgeben von einer Stadtmauer. Vor den Toren verkaufte ein Obst- und Gemüsehändler der leckere Feigen, Kirschen und köstliche Melone. Innerhalb der Tore entdeckten wir kleine Geschäfte mit Kleidung, Keramik, Schmuck – vieles davon Handgemacht. Außerhalb der Stadt führt ein Rundweg entlang der Mauer und bietet einen fantastischen hinab in das Tal auf die Umgebung, die Weinberge und Weingüter. Wir spazierten durch Radda und zurück zum Auto außerhalb der Stadtmauer, um den Blick auf das weite Land zu genießen.

toskanisches Haus mit Wäsche aus dem Fenster

Markt im Chianti

Weiter ging es nach nach Greve in Chianti (13643 Einwohner) in der Provinz Florenz. Greve ist ein besonders schöner, etwas größerer Ort als die vorher besuchten. Es gibt einen mittelalterlich aussehenden Ortskern, in dessen Mitte sich die Piazza Matteotti, eine der schönsten Marktplätze der Toskana befindet. Er ist dreieckig und umrandet von gelb gestrichenen Häusern mit farbigen Fensterläden und mit blumengeschmückten Balkonen. Prächtigen Arkadengänge, hinterließen eine ganz besondere Atmosphäre. Wir besuchten Greve, als der wöchentliche Markt stattfand. Auf der Piazza reihte sich eine Bude an die nächste und es gab alles erdenkliche zu kaufen: Von Haushaltswaren wie Pfannen, Teller und Töpfe über Socken, Kleider und Hosen bis hin zu den örtlichen Delikatessen wie Wein, Oliven, Käse und Schinken. Wir spazierten mehrmals durch die Marktgänge, guckten hier und da, probierten das Stück Käse und jenes Stück Brot, bevor wir uns unter den Arkaden in ein Café setzten, ein Eis schleckten und den Trubel zufrieden beobachteten.

Unser letzte Halt führte uns nach Castellina in Chianti (2807 Einwohner) in der Provinz Siena. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt hier bei 626 Metern auf dem Monte Cavallaro. Der Ausblick ist grandios, weite Felder, zu diesem Zeitpunkt bereit umgeackert. Dunkelbraune Erde von tiefen Furchen durchzogen. Wie in den meisten italienischen Orten gibt es eine Hauptkirche, die Chiesa di San Salvatore und ein paar imposante Herrenhäuser, zum Teil zu romantischen Bed & Breakfast umgebaut. Zu Castellina gehören eine Burgruine, die Castello di Rencine aus dem Jahr 1000, und nördlich gelegene Grabstätten der Etrusker, Tumulo di Montecalvario, aus dem 6. Jahrhundert. Würden nicht die geteerten Straßen in Serpentinen das Land durchziehen, könntest du dir locker vorstellen, die Zeit sei stehen geblieben. Und du selbst befindest sich im Mittelalter, als die Wege noch mit Pferd zu bereisen waren.

Hinterhof in der Toskana

Perfekter Tag im Chianti

Es war ein heißer, sonniger Tag, an dem wir die Rundfahrt unternahmen. Wir fahren gerne, steigen aus, spazieren und gucken, und fahren weiter. Das war ein perfekter Tag für uns, der am späten Abend in einem Restaurant mit einem perfekten Dinner zu ende ging. Die Rückfahrt dauert nicht lange, wir waren zwar den ganzen Tag unterwegs, haben öfters gehalten, um auszusteigen, zu fotografieren oder einfach nur den Ausblick zu genießen. Aber letztendlich ist diese Fahrt in nur wenigen Stunden zu schaffen – und genug, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nein, was sage ich, um sich einmal und aufs unendliche tief in die Toskana zu verlieben.

Blick über Olivenhain in der Toskana

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