Provence mit Hund erleben

Provence mit Hund erleben

Rosen in gelb und rot an einer Hauswand in der Provence

Die Provence mit Hund erleben – die Provence ist eine traumhaft schöne Gegend in Südfrankreich. Herrlich duftend nach frischem Heu, Oliven-, Kirsch- und Aprikosenbäume, deren Blätter im Wind rascheln, Zikaden, die ihr Liebeslied zirpen und eine Stille, die sofort für höchste Entspannung sorgt. Dazu kommen kleine, pittoreske Orte, die einladender nicht sein können: Mittelalterliche Gebäude wechseln sich ab mit gemütlich wirkenden Wohnhäusern und ihren bunten Holzfensterläden. Die Mitte der Orte besteht oftmals aus einem Marktplatz, an dem sich Restaurants und Cafés und kleine, feine Geschäfte befinden. Auf einem Roadtrip erleben wir die schönsten Dörfer der Provence und erzählen in unserem Blogartikel davon.

Alaa und Kristin von thealkamalsontheroad

 
Hi, wir sind Alaa & Kristin – die  Autoren und Fotografen von thealkamalsontheroad. Gemeinsam mit unserem wunderbaren Malinois Ryok treibt uns eine unbändige Reiselust hinaus in die Welt – und das am liebsten mit unserem Caravan.

Ryok sitzt in einem Mohnblumenfeld
Blick auf die Weite der provence und über die Dächer eines Dorfes

Roadtrip – Tipps

Dauer des Roadtrips

Auf unserem Roadtrip in der Provence besichtigten wir Landschaften und einige kleinere Orte, die die Auszeichnung Plus beaux villages de France, Schönste Dörfer der Provence, zu Recht erhielten. Und wir unternahmen auch einen Abstecher in die sehenswerte Kleinstadt Roussillon und kurze Wanderungen in den naheliegenden ockerfarbig, sehr faszinierenden Steinbrüchen.

Reine Fahrzeit unserer Route dauert maximal drei – vier Stunden, die du nach belieben ausweiten kannst, je nachdem wie lange du dir in den einzelnen Orten Zeit zum Bummeln nimmst.

Auch zwischendurch findest du immer wieder Haltebuchten oder Parkplätze, die zu einem Stopp und zum Fotografieren einladen. Und manchmal gibt es auf der Strecke auch Obst- und Gemüsestände, an denen es sich lohnt, frische Erdbeeren und Kirschen zu kaufen.

Fahren & Parken

Es ist ein gemächliches Fahren durch die Provence, die Straßen sind schmal und man will gar nicht schneller vorankommen. Oftmals ist die Natur einfach zu schön.

Wir haben immer wieder an Parkbuchten gehalten, um die Landschaft zu genießen, und hatten auch nie in den Orten ein Problem, einen zumeist markierten Parkplatz zu finden. Parkgebühren waren vergleichbar mit denen in Deutschland.

Roussillon liegt an der D 105, einer leicht zu fahrenden, aber nicht sehr breiten Landstraße, die dich durch herrlichste Landschaft führt. Vorbei an kleinsten Orten, die direkt aus dem Mittelalter entsprungen wirken, an Olivenbaumhainen, Kirsch- und Aprikosenplantagen. Und manches Mal geht es für uns vorbei an wunderschön blühenden Mohnblumenfeldern. 

Bevor du Roussillon erreichst, sind die Parkplätze für den Sentier des Ocres (der sich gleich neben dem Ort befindet) bereits ausgeschildert. Also, einfach den Schildern folgen. Von diesen Parkplätzen aus ist Roussillon in greifbarer Nähe, so dass wir das Auto dort stehen ließen und den kurzen Weg zu Fuß gingen. Der Blick auf den Ort, der auf dem Hügel thront, ist eines der fotogenen Motive von Roussillon.

Der Colorado Provençale liegt nahe der D22. Auch hier ist der Großparkplatz gut ausgeschildert und leicht zu finden.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für die Provence ist der Frühling und der Herbst. Im Frühling ist es herrlich frisch und es blüht, aber im Herbst ist es sicher auch grandios, wenn sich die Bäume bunt färben. Im Sommer kann es recht heiß und voll mit Touristen werden. Die Zeit zwischen April – Oktober ist die beste Reisezeit für Roussillon und die Ockerlandschaft. Allerdings kann es in den Sommermonaten Juli/August sehr heiß und auch voll werden.

Essen & Trinken

In der Provence findest du in jedem kleinen Örtchen Restaurants und Cafés zum Sitzen und genießen. Die Auswahl an Menüs ist oftmals traumhaft. Wir haben ein paar Restaurants und Cafés ausprobiert:

  • Le Récréation – In diesem Restaurant in Lourmarin genossen wir ein sehr köstliches Abendessen.

Adresse: Le Récréation: 15 Av. Philippe de Girard, 84160 Lourmarin

  • Vintage-Pizza: An einem anderen Abend probierten wir etwas ganz gegensätzliches aus: einen mobilen Food-Truck, der frische und ausgesprochen leckere Pizza serviert: 

Adresse: l’Étang, Pl. de l’Étang, 84160 Cucuron

  • Brasserie La Terrazza di Bonnieux: Auf unserem Bummel durch Bonnieux machten wir einen Zwischenstopp in einer Brasserie, die nicht nur erfrischendes Eis servierte, sondern ihre Sitzmöglichkeiten am Straßenrand mit fantastischem Ausblick über das Dorf und das Tal des Luberon aufgestellt hatten: Brasserie La Terrazza di Bonnieux.

Adresse: Cr Elzéar Pin, 84480 Bonnieux

  • Le CastrumWir besuchten Roussillon an einem frühen Nachmittag und genossen einen leichten Lunch in einer Crêperie. Es gab Galette mit Ziegenkäse für uns, und gekühlte Getränke an diesem warmen Spätfrühlingstag.

Adresse: Pl. de la Mairie, 84220 Rousssillion

Camping

Unsere Zeit in diesem Teil der Provence verbrachten wir auf dem Campingplatz Windmill in Cucuron. Den Campingplatz empfehlen wir auf jeden Fall. Wir haben dort eine ganze Woche verbracht und die herrliche Ruhe der Provence genossen.

Übernachtung in der Provence

Aber nicht jeder mag auf Campingplätzen nächtigen. In der Provence findest du eine große Anzahl traumhafter Hotels, Ferienwohnungen oder B&B’s zum Übernachten und Genießen.

Haus mit Blumen
Alaa blickt in die Ferne in der Provence
viele Blumen an hübsche  Häusern in der Provence
Platane mit Haus
Schloss in der provence
Haus mit Figur

Schönsten Dörfer der Provence

Cucuron

Wir starten unsere Rundfahrt in Cucuron, einer kleinen Gemeinde im Department Vaucluse mit 1771 Einwohner. Cucuron ist ein beschaulicher Ort, der als Schauplatz für die bekannten Film „Der Husar auf dem Dach“ und „Ein gutes Jahr“ von Ridley Scott diente.

Es ist tatsächlich nicht viel los in dem kleinen Ort, der schnell zu Fuß erkundet ist. Es gibt einen Belfried aus dem Jahre 1540 und die Reste einer Befestigungsanlage allesamt ungefähr im Jahre 1540 entstanden. Zudem gibt es eine Kirche, die du besichtigen kannst, die auf einem Hügel über dem Dorf liegt und mit einem 24m hohen Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert ausgestattet ist.

Das beste am Ort jedoch ist der Löschwasserteich in der Mitte, umrandet von meterhohen Platanen – sehr faszinierend und herrliches Licht spendend. Es gibt ein Hotel und Restaurants und Cafès. Die Ortsmitte von Cucuron ist am Abend gut besucht.

Bonnieux

Weiter geht es für uns vorbei an den Ausläufern des Gebirgszuges des Luberon und an pittoresken Bauernhöfen, eingebettet zwischen Feldern voller Weinstöcke, bis wir Bonnieux erreichen. Bonnieux, ein weiteres Plus beaux villages de France, schönstes Dorf der Provence, liegt auf einem Bergkegel am Nordhang des Luberon und hat 1206 Einwohner.

Du kannst hier wieder Kirchen aus dem Mittelalter besichtigen, durch schmale Gassen spazieren, die sich vorbei an Häusern aus dem16./17./18. Jahrhundert schlängeln und einen wunderbaren Ausblick auf das umliegende Land genießen.

Lourmarin

Nächstes Ziel unserer Etappe: Lourmarin.

Lourmarin liegt ebenfalls im Department Vaucluse und zählt 1040 Einwohner. Das jedoch wirkt anders. Lourmarin ist nicht nur ein Dörfchen, Lourmarin ist ausgesprochen quirlig und voller Leben. Es gibt unzählige Restaurants, Shops (ein wenig touristisch) und Cafés, kleine, enge Gassen und wunderbare Häuser mit bunten Fensterläden.

Zu Lourmarin gehört auch eine Festung aus dem 12. Jahrhundert, die im 15 Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut wurde. 1920 nahm Albert Camus, französischer Philosoph, Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger an einer Schriftstellertagung im Schloss teil.

Ihm gefiel der Ort so gut, dass er hier ein Haus erwarb und letztendlich seit 1960 auf dem örtlichen Friedhof begraben ist. Neben dem Schloss, den pittoresken Gassen, den hübschen Häusern und kleinen Geschäften gibt es auch noch zwei Kirchen, die du besichtigen kannst.

Du kannst das Schloss besuchen und die Ausstellung diverser Bilder, Musikinstrumente und Kunstobjekte aus dem 16. – 19. Jahrhundert besichtigen.

 

Adresse: 2 Av. Laurent Vibert, 84160 Lourmarin

Ansouis

Unser Fahrt setzt sich fort zum nächsten Plus beaux villages de France: Ansouis.

Ansouis hat 1046 Einwohner und liegt an einer Nord/Süd/West/Ost-Kreuzung. Ein Mittelpunkt, der sich zu besuchen lohnt. Wir treffen am Abend ein. Es gibt kaum Touristen, so dass wir beinahe alleine durch die Gassen wandern.

Ansouis liegt auf einem Hügel, der eine wunderbare, weite Aussicht auf die Provence bietet. Es geht im Ort immer bergauf, alle Gassen schlängeln sich rund um den Hügel, an deren Ende du ein Herrengut erreichst, Hier werden wechselnde Ausstellungen gezeigt.

Die Gassen sind aus Kopfsteinpflaster, über das unzählige Schuhe gelaufen sein müssen, so glatt ist es mittlerweile. Die Häuser sind nicht nur mit farbigen Fensterläden bestückt, auch beinahe vor jeder Haustür wachsen Rosen in Weiß, gelb und rot, oder Jasmin oder Granatapfel mit zarten orangen Blüten.

Ètang de la Bonde

Bevor wir nach Cucuron zurückkehren, in dessen Nähe sich unser Campingplatz befindet, machen wir noch einen Abstecher zum Ètang de la Bonde, den mit 30 Hektar größten See im Luberon Nationalpark.

Allein die Farbe des Sees ist wert vorbeizufahren. Natürlich baden wir darin, denn das ist die einzige Möglichkeit in der Umgebung, Ryok schwimmen zu lassen.

Der See ist ein beliebter Badeort mit Campingplatz, Restaurants und Bistros.

Der Strand selbst ist nicht der schönste, ein wenig verschmutzt, aber wir sind froh über das Juwel, welches sich vor uns auftut: Unser Hund darf mit uns schwimmen.

typische Häuser in der Provence
kleiner Shop auf dem Lande in der provence
Platanen an einer Straße
Marktplatz in Cucuron
Katze schläft auf Steinbank in der Provence
Ryok blickt auf einem See in der provence

Roussillon

Ein Besuch in Roussillon darf nicht fehlen, wenn du dir die Provence anschaust. Der Ort ist nicht nur ein Plus beaux villages de France, also eines der schönsten Dörfer der Provence – was es tatsächlich ist – und der meistbesuchte Ort nach Gordes in der Provence.

Roussillon ist eine Kleinstadt, in der sich Künstler und Kunstschaffende seit langem wohl fühlen, und das merkt man dem kleinen Ort an. Er strahlt Lässigkeit aus, ist sehr farbenfroh und es ist ein Erlebnis, durch die schmalen Gassen vorbei an den alten Häuser zu spazieren.

Roussillon und seine Umgebung werden auch das Land des Ockers genannt. Ocker ist eine Erdfarbe, die aus Brauneisen, Tonmineralien, Quarz und Kalk besteht. Ocker ist gelb, so lange bis er erhitzt wird. Dann wird roter Ocker daraus.

Spaziergang durch Roussillon
Wir spazierten durch den Ort. Es war recht warm, die Gassen bis auf wenige Katzen, die faul zwischen Hausmauern schlummerten, leer. Die Farben der Hauswände waren wunderschön, so auch die alten Häuser, die bunten Fensterläden, die mit Pflanzen umrankten Steine. Alle paar Meter findest du eine Galerie, in dem Ölgemälde zum Verkauf ausgestellt werden oder ein Geschäft, in dem es verschiedenes Kunsthandwerk wie Töpferwaren oder handgefertigten Schmuck zu erstehen gibt. Roussillon ist schnell durchspaziert, es ist ein kleiner, aber ausgesprochen bunter und sehenswerter Ort:

  • In den schmalen Gassen findest du Häuser aus dem 17./18. Jahrhundert, die Wände strahlen in einer intensiv rot/gelben Farbe.
  • Die romanische Kirche Saint Michel, die im 11 Jahrdt erbaut wurde und deren Fassade ist aus dem 17. Jahrhdt stammt.
  • Die Ringmauer aus dem 10. Jahrdt, rund um Roussillon, ist noch zum Teil gut erhalten und du erhältst von dort aus einen fantastischen Blick über die Landschaft der Provence.
  • Auf der D 105, nur wenige Meter bevor du Roussillon erreichst, bekommst du einen grandiosen Blick auf die Ockerfelsen des Sentier des Ocres.

Ôkhra – Écomusée De L’ocre
Heute kannst du direkt im Abbaugebiet die herrlichen Farben während einer Kurzwanderung im Sentier des Ocres oder im Colorado Provençale auf dich wirken lassen oder in Roussillon eine zu einem Museum umgebaute Farbfabrik anschauen: Ôkhra – Écomusée De L’ocre.

Adresse: 570 Route d‘ Apt, 84220 Roussillon

Wochenmarkt
Markttag – der Marché provençale – findet immer auf dem Place du Pasquie und zwar jeden Donnerstag von 08:00 – 13:00 Uhr statt.

Straße in Roussillon
Kirche in rot in Roussillon
oranges Haus mit blauen Fensterläden
Baum steht vor Haus mit blauen Fensterläden
die Stadt Roussillon von weitem
Felsen im Ockergebiet

Sentier des Ocres

Roussillon ist sehr sehenswert, aber es gibt noch weiter Highlights in der Gegend. Direkt neben Roussillon befinden sich der Kurzwanderweg: Le Sentier des Ocres, der schon mehrmals als Filmkulisse diente.

Näherst du dich dem Ort, findest du bereits ausgeschilderte Parkplätze, von denen aus du zum Eingang und auch zum Ockerfarbmuseum gehst. Das ist ein Fußweg von höchstens drei Minuten, unterwegs findest du einen Kiosk, der Eis und Getränke verkauft.

Sobald du den Eingang zu Le Sentier des Ocres passiert hast, erhältst du einen fantastischen Blick über die Ockergrube. Von hier oben sind die Farben bereits spektakulär. Zuerst steigst du einige Holztreppen hinab und erreichst dann einen Holzpfad – beides gut ausgebaut.

Von hier aus ist es ein kurzer Weg von 1.4 km, der sich in zwei Lehrpfade unterteilt und dich neben dem Ockerabbau auch über die heimelige Pflanzenwelt informiert.

Der skurrile Steinbruch gefüllt mit echt faszinierenden Eisenoxidfarben – leuchtend in gelb, orange, rot bis hin zu einem lila – wurde auf diese spezielle Weise von Erosion und Menschenhand geformt und ist bereits 110 Millionen Jahre alt.

Wir sind den kürzen Weg von 1.4km gegangen und waren nach ungefähr 20 min und unzähligen Fotos wieder am Ausgang, der gleichzeitig auch Eingang ist.

Hunde sind erlaubt.

Adresse: Sentier des Ocres, 84220 Roussillon.

ockerfarbene Felsen in Südfrankreich
Alaa und Ryok stehen vor den ockerfarbenen Felsen

Colorado Provençale

Wenngleich die Farben im Sentier des Ocres leuchtender, vielfältiger und faszinierender waren, gefiel uns der Colorado Provençale am besten. Vielleicht lag es daran, dass der Weg und der Einblick durch den Sentier des Ocres relativ kurz ist.

Der Weg durch den Colorado Provençale ist länger und – wir würden es bereits eine leichte Kurzwanderung nennen – verläuft nicht nur durch den Steinbruch, sondern passiert auch die angrenzenden Wälder.

Der Colorado Provençale befindet sich nahe Rustrel ungefähr 20km entfernt von Roussillon.

Vom Großparkplatz aus geht es einen gut ausgebauten Weg entlang eine Weile durch den Wald und vorbei an Wiesen. Doch dann öffnet sich der Wald und der Blick wird frei auf den Steinbruch. Hier erhältst du von einem Guide eine kurze Einweisung, wie du dich verhalten sollst: kein Müll, keine Wege verlassen, Rauchen verboten…

Dann jedoch kannst du eintauchen in die herrliche Landschaft voller Farben.

Wichtig! // Ockerfarbe hält sich hartnäckig an der Kleidung

Im Sommer kann es passieren, dass einer der Trails wegen Brandgefahr geschlossen wird, oder dass du für einen Parkplatz in den Monaten Juli und August eine Reservierung benötigst. Am besten informierst du dich vor der Abfahrt auf der Website des Colorado Provençale.

AdresseRD22 parking des mille colours, 84400 Rustrel

Belvédères – Trail
Wir sind diesen Trail entlang gewandert. Du läufst über das Ockerabbaugelände und durch den angrenzenden Wald, es geht über Gesteinsbrocken und über Wurzeln, vorbei an Felsen und dichtem Gebüsch. Der Weg führt dich hinauf auf den Berg oberhalb des Steinbruchs und von dort aus erhältst du einen grandiosen Blick über das Gelände, über die Landschaft der Provence und deren skurril geformten Gesteine. Auf einem ähnlichen Weg geht es dann wieder bergab und bringt dich zurück zum Parkplatz.

Dauer: 1h30 min

Anforderung: leicht anstrengend, es geht bergauf über Wurzeln und Gesteinsbrocken und dann wieder bergab

Sahara-Trail
Dieser Weg ist kürzer als der andere Trail, führt dich ebenfalls zum Kern des Abbaugebietes, aber nicht den Berg hinauf, um einen guten Rundumblick zu erhalten. Beide Wege sind Rundwege, die sich irgendwann kurz vor dem Parkplatz wieder treffen bzw. zum Beginn der Wanderung trennen. Die Landschaft erinnert an den Bryce Canyon und den Zion-Nationalpark in den USA, natürlich in kleinerer Form. Doch wir waren restlos begeistert.

Dauer: 45min
Anforderung: Ähnlicher Weg wie der vorhergehend beschriebene, aber es geht wohl nicht bergauf und ist weniger anstrengend.

Spaziergang entlang der ockerfarbenen Felsen
fantastische orangerote Farben im Ockerabbaugebiet

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Nizza mit Hund bereisen

Nizza mit Hund bereisen

Nizza von oben mit Meer und Strand und Hausdächern

Nizza mit Hund bereisen – Spaziere mit uns durch die Altstadt Nizzas, schwimme am kilometerlangen Strand, blicke vom Hausberg auf die Dächer der Stadt und genieße ein wunderbares Dinner – gemeinsam mit deinem Hund. Nizza mit Hund sehen und erleben – wir wollen es wagen und uns überzeugen, von der Schönheit dieses Ortes, die wir schon oft auf Fotos gesehen haben. Wie auf den meisten unserer Reisen sind wir mit unserem belgischen Schäferhund Ryok unterwegs. Was für uns bedeutet, wir stellen uns bei Stadtbesuchen mit Hund auf den Hund ein. Ganz klar. Doch wird das in Nizza funktionieren? Wie hundefreundlich ist die Stadt? Was können wir sehen und erleben mit unserem Hund in Nizza? Lese mehr dazu in unserem Blogartikel.

Alaa und Kristin von thealkamalsontheroad

 
Hi, wir sind Alaa & Kristin – die  Autoren und Fotografen von thealkamalsontheroad. Gemeinsam mit unserem wunderbaren Malinois Ryok treibt uns eine unbändige Reiselust hinaus in die Welt – und das am liebsten mit unserem Caravan.

Aussichtspunkt auf dem Hausberg von Nizza
Blick auf den langen Strand von Nizza

Nizza mit Hund besuchen?

Nizza ist für uns eine der schönsten Städte der Côte d’Azur. Mag sein, weil sie am Meer liegt, oder weil die Häuser alle farbig sind oder weil die Stadt einfach eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Und sie fröhlich und locker wirkt. Vielleicht hat sie uns auch gefallen, weil wir dort den nahezu einzigen Hundestrand an der Côte d’Azur gefunden haben. Vielleicht auch alles zusammen. Es hat uns Spaß gemacht, durch die engen Gassen zu bummeln, Schaufenster zu gucken, oder den großen Markt zu besuchen. Und den Blick von Schlossberg über die Stadt schweifen zu lassen und den Flugzeugen beim Starten zu zusehen. Nizza gibt Urlaubsfeeling. Und deswegen sind wir hier.

Es wird geschrieben, dass Nizza eher eine der gefährlicheren Städte in Frankreich ist, Drogenhandel, rivalisierende Banden, hohe Arbeitslosigkeit und Armut. Das sehen wir als Touristen natürlich nicht. Wir haben uns sicher gefühlt, inmitten der Altstadt und anderen Touristengruppen. Wie die Einheimischen denken und agieren, erfahren wir weniger. Dafür sind wir zu kurz und zu touristisch hier unterwegs. Wir haben die Leute, die wir auf der Straße oder am Hundestrand trafen, als freundlich und nicht ablehnend empfunden, wir haben geplaudert und uns über die Hunde unterhalten. Doch was letztendlich in den Köpfen vorgeht, können wir natürlich nicht sagen. Nizza hat uns sehr gut gefallen. In der Altstadt, auf dem Schlossberg und am Hundestrand haben wir die Stadt als sauber erlebt, als angenehm. Für uns fühlte sich Nizza wie Urlaub an, wie Reisen in den Süden. Palmen und Oliven und immer wieder das blaue Meer. So verlockend azurblau. Einfach Côte d’Azur.

Ganz unverhofft entdecken wir auf einer Infokarte am Strand, dass Nizza einen Hundestrand besitzt. Einen Hundestrand an der Côte d’Azur zu finden, ist sehr selten wie wir leider feststellen müssen, und wir sind sehr erfreut über diesen Strand in Nizza. Der Strand befindet sich am hinteren Ende der kilometerlangen Promenade, etwas abschüssig vom Rest des langen Stadtstrandes und direkt neben dem Flughafen. Es ist nicht viel los, ein paar Leute und nur wenige Hunde, die im Wasser spielen. Der Strand besteht aus großen Steinen – Badeschuhe sind sinnvoll – und ist relativ sauber. Wir haben natürlich die Badekleidung nicht dabei, weil: alle Versuche einen Hundestrand an der Côte d’Azur zu finden, sind bisher gescheitert und wir haben nicht angenommen, direkt in Nizza einen Strand zu finden. Aber Ryok ist sofort im Wasser, das angenehm kühl ist.

Alaa mit Ryok auf dem Hausberg von Nizza
blauweiß gestreifte Strandschirme am Strand von Nizza
Blumenmarkt in Nizza
Obststand am Markt von Nizza

Unsere City-Tipps für Nizza

Ist das Autofahren in Nizza einfach?

In Nizza war das Autofahren nicht schwer. Wir haben natürlich Google Maps benutzt, um in die Stadtmitte zu gelangen, ein Parkhaus zu finden (davon gibt es viele) und wieder zurück zum Campingplatz zu fahren. Der Verkehr war wie in jeder großen Stadt an einem Vormittag – aber insgesamt nicht so wild. Und wie schon geschrieben, es gibt genügend Parkhäuser rund um die Altstadt. Auch der Preis für einen halben Tag Nizza war angemessen.

In der Nähe des Hundestrandes haben wir sogar einen Parkplatz auf einer belebten Straße gefunden. Das war auch kein Problem. Hier zahlt man stundenweise an den Parkuhren.

Was ist die beste Reisezeit für Nizza?

Die beste Reisezeit für Nizza ist April – Juni und September – Oktober. Im Juli und August ist Hochsaison und dementsprechend viel los. Auch die Temperaturen steigen dann auf weit über 30 Grad.

Wo kann man gut essen und trinken in Nizza?

Lecker Essen und Trinken kannst du sicher überall in Nizza. Wir suchen uns eines der Restaurants am Markt Cours Saleya aus, um den Trubel auf dem Markt in aller zu betrachten und unseren Ryok eine verdiente Pause zu gönnen. Das Essen im Casa Leya ist sehr lecker: Es gibt Nudeln mit Trüffeln und cremiger Soße und einen eisgekühlten Cocktail für uns und eine große Schale frisches Wasser für Ryok. Die Bedienung war nett und sehr aufmerksam.

Adresse: 36 Cr Saleya, 06300 Nizza

Gibt es einen Campingplatz in Nizza?

Wir können euch von Herzen den Campingplatz Ferme de Riola in Contes empfehlen – ca 21 km nördlich von Nizza in den Bergen. Wer ohne Wohnmobil/Wohnwagen anreist, auf dem Campingplatz gibt es auch Bungalows zu mieten.

Übernachtung in Nizza

Wer direkt in Nizza übernachten möchte, findet zahlreiche Hotels, Ferienwohnungen und B&B’s für jeden Geldbeutel.

Haus aus der Belle Epoque mit blauen Fenstern und Palmen
Restaurant mit rotweißen Tischdecken in Nizza

Sehenswürdigkeiten in Nizza

Welche Sehenswürdigkeiten in Nizza kann ich mit meinem Hund ansehen?

  • Place de Massena

  • Altstadt

  • Promenade du Paillon

  • Promenade des Anglais

  • La Colline du Château

Wir starten unsere Tour durch Nizza mit einem Frühstück in einer der kleinen Bars, die es an jeder Ecke gibt in Sichtweite des Place Massena. Unser Ziel: Den Tag langsam starten. Das Wetter ist herrlich und obwohl schon einige Leute unterwegs sind, ist es angenehm in dem kleinen Café in der Sonne zu sitzen, ein Croissant, einen O-Saft und einen Kaffee zu genießen. 

Place Massena 

Der Place Massena, den wir in Nizza als erstes entdecken, ist ein faszinierender, wunderschöner Platz. Groß, mit schwarz-weißkarierten Platten ausgelegt und gesäumt von orange, rosa, roten Häuserzeilen. Überall säumen Cafés und Bars und Restaurants den Platz. Am anderen Ende erreichen wir den Fontaine du Soleil, in dessen Mitte der sieben Meter hohe Apollo thront und die Sonne darstellt. Mit ihm sitzen fünf weiter Bronzestatuen im Brunnen, die die Planeten Saturn, Venus, Mars, Erde und Merkur verkörpern. Der Place Massena ist farblich ein echter Hingucker und natürlich eines der Touristenmagnete in Nizza.

Adresse: Place Masséna, 06300 Nice

Promenade du Paillon

Von hier aus spazierten wir weiter zur 1,2 km langen Promenade du Paillon, einem 12 Hektar großen Park, der als botanischer Garten angelegt ist. Ganze 1500 verschiedene Pflanzen und Bäume aus allen Kontinenten wurden hier verpflanzt und geben dem Park eine üppige exotische Vegetation. Eines der Highlights sind ganz sicher die Wasserfontänen, gleich 128 Stück, die an heißen Sommertagen für Abkühlung sorgen. Am Abend, wenn es dunkel wird, spenden die Wasserfontänen zusätzlich zu den Parklaternen Licht. Wohl ein sehr schöner Anblick. Im Park gibt es viele Liegewiesen und verschiedene Kinderspielplätze, der Park selbst ist ein Vorzeigeprojekt, und ein Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Hunde sind erlaubt und tollen über die Wiesen.

Adresse: Plassa Carlou Aubert, 06300 Nice

Altstadt

Wir spazieren eine Weile durch den Park und überqueren dann den Boulevard Jean Jaurés, um die Altstadt zu erreichen. Die Altstadt Nizzas ist sehenswert und besonders reizvoll. Enge, schattenspendende Gassen, in denen sich kleine Geschäfte einreihen neben Bars und Restaurants, und die Häuser alle in verschiedenen Farben der Provence gehalten. Wir wandern ohne Ziel durch die Gassen und staunen über die verschiedenen Auslagen in den Läden. Der Duft der nahenden Lunchzeit lag in der Luft. Irgendwann überqueren wir den Place Rosetti, der sich, gesäumt von historische Gebäuden, nahe dem Marktplatz Cours Saleya befindet. Von hier aus geht es weiter durch die Gassen bis wir letztendlich die Promenade des Anglais erreichen, und einen ersten Blick auf das azurblaue Meer genießen. Blauer Himmel, blaues Meer und viel Sonne – ein herrlich verlockender Anblick. Doch wir wenden uns vorerst nach links.

La Colline du Château

Unser nächstes Ziel: Der Schlossberg La Colline du Château mit versprochener Aussicht über die Altstadt von Nizza und noch ein Stückchen weiter. Und ja, die Aussicht auf die Altstadt, auf die Berge, auf die Strandpromenade ist gigantisch. Es gibt einen Fahrstuhl für diejenigen, die sich mit dem Treppensteigen schwer tun oder einfach keine Lust haben. Wir haben die Treppen gleich für sportliche Zwecke genutzt, denn das Essen und davon besonders die kleinen Törtchen zur Nachspeise sind in Südfrankreich besonders lecker. Die Treppen sind weniger schlimm und locker zu gehen, der Blick wird immer wieder frei auf die Stadt und auf das Meer und dazwischen stehen Bänke zum Ausruhen. Es ist ein friedlicher und kurzer Aufstieg unter grünen Bäumen und Büschen. Auf den verschiedenen Bergabschnitten erreichst du verschiedene Aussichtpunkte:

  •  Bellanda-Tower: herrlicher Blick über die Altstadt von Nizza, der Strandpromenade bis hin in die Ferne zum Flughafen. Im Bellanda-Tower werden Ausstellungen gehalten, die du dir samstags anschauen kannst.
  • Friedrich Nietzsche Terrasse: Von hier aus überwältigender Blick über die Stadt, die Strandpromenade und an guten Tagen bis zu den Ausläufern der Alpen.
  • Terrasse östlich des Kinderspielplatzes: Von diesem Punkt aus kannst du einen Blick auf den Hafen von Nizza und den Mont Boron werfen.

Wichtig!: Punkt zwölf Uhr wird vom Schlossberg ein Kanonenschuss abgegeben, seit 1860 eine Tradition, die selten unterbrochen wird. Für unseren feinfühligen Hund ist das weniger lustig, und wir sind nicht darauf vorbereitet, denn ansonsten hätten wir Nizza einfach erst nachmittags besucht und unseren Hund weniger erschreckt. Wer schreckhafte Hunde besitzt – das ist echt ein lauter Knall, der zudem noch widerhallt.

Highlights auf dem Schlossberg

Aber es sind nicht nur die Aussichtspunkte, die anziehen, es gibt noch weitere Highlights hoch über der Stadt:

 

  • eine Ausgrabungsstätte
  • Mosaike, die an die griechische Zeit Nizzas erinnern
  • ein großer Kinderspielplatz
  • ein Imbiss, um sich auszuruhen und zu stärken
  • Cascade de Gairaut, ein künstlichen Wasserfall, den du auch von der Stadt unten sehen kannst

Es gibt mehrere Aufstiege (Montée) zum Schlossberg, und je nachdem, wo du dich in Nizza gerade befindest, kannst du einen von ihnen ansteuern.

 

  • Montée Lesage: direkt von der Strandpromenade aus, schon von weitem zu sehen
  • Montée du Château: von der Altstadt via Rue Rosseti aus
  • Montée Rondelly : von der Altstadt via Rue Guignis aus
  • Montée Montfort: vom Hafen und via Rue de Foresta aus

Promenade des Anglais

Nach dem Besuch auf dem Schlossberg bummeln wir an der Strandpromenade entlang. Die Promenade des Anglais ist legendär. Bereits die Zarenfamilie und andere britische und russische Aristokraten spazierten dort entlang des Meeres. Heute wird die Promenade vor allem von Sportliebhabern genutzt – Radfahren, Joggen, Inlineskaten – und auch von Spaziergängern, die einfach nur entlang des Strandes bummeln wollen, von Sonnenbegeisterten, die auf den Bänken an der Promenade entspannen, von Musikern, deren Lieder über die Promenade hallen, und von denen, die zum Strand gehen und eine Runde im herrlich blauen Wasser schwimmen.

Du kannst hier weit aufs Meer hinausschauen, die Badenden beobachten, dem einen oder anderen Straßenmusiker zuhören, dich unter Palmen ausruhen und bei dem einen oder anderen Eisstand eine leckere Abkühlung kaufen oder einfach nur auf der 8km langen Promenade spazieren – vom La Colline du Château bis fast hin zum Flughafen. Hier kannst du einfach genießen: Nizza mit Hund.

Markttag in Nizza

Unser Weg führt uns jetzt über den traditionsreichen Markt Cours Saleya, der neben Blumen, Oliven, Seifen auch Diverses wie Obst, Käse, Wurst oder Gemälde, Gewürze und Haushaltswaren anbietet. Ein Markt wie man ihn in Südeuropa häufig erlebt: Herrlich bunt im Angebot.

Museen in Nizza

Außer durch die Altstadt zu bummeln und den Schlossberg zu besteigen, gibt es noch mehr zu sehen in Nizza. Für alle jene, die gerne ein Museum besuchen wollen, haben wir drei herausgesucht, die wohl sehr sehenswert sind. Mit Hund haben wir die Museen ausgelassen, aber falls ihr mit Hund reist und zu zweit seid und es euch nicht stört, alleine ein Museum zu besuchen, dann sind hier unsere Tipps, und natürlich auch für all jene, die ohne Hund anreisen:

MAMAC = Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain
Das Macmac ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, eröffnet 1990, und beherbergt Werke bekannter Künstler wie Niki de Saint-Phalle, Andy Warhol und Tom Wesselmann. Allein das Gebäude zwischen den herrschaftlichen, wunderschönen Villen der Belle Époque ist ein echter Hingucker und wurde von dem bekannten Architekten Yves Bayard entworfen. Es besteht aus zwei großen, glänzenden und völlig fensterlosen Würfeln mit weißem Marmor verkleidet, die dicht nebeneinander stehen und nur durch eine schlichte Glasgalerie miteinander verbunden sind.

Adresse: Place Yves Klein, 06364 Nice

Musee Matisse
Wie der Name schon sagt, ist das Museum dem Maler Matisse gewidmet und wurde 1963 in der Villa des Arènes eröffnet.

Adresse: 64 Av. Des Arénes de Cimiez, 06000 Nice

Musee Marc Chagall
Auch hier sagt der Name bereits alles, ein Museum gewidmet dem Maler Marc Chagall, der vor allem das biblische Werk in seinen Gemälden umsetzte.

Adresse: Av Docteur Ménard (Angle Bd. de Cimiez), 06000 Nice

Gasse mit engen Häusern in Nizza
Haus in Nizza mit vielen Fenstern

Wissenswertes zu Nizza

  • Nizza ist die fünftgrößte Stadt Frankreichs und hat ca. 344.000 Einwohner.
  • Sie ist außerdem kulturelle Hauptstadt der Côte d’Azur und seit langem ein Magnet für Künstler.
  • Nizza liegt am Ufer der Baie des Anges an der französischen Riviera und ist von Bergen umgeben.
  • Die Bezeichnung für die Einwohner von Nizza ist auf französisch: Niçois.
  • Teilweise wird noch Nissart gesprochen, eine Art okzitanischem Dialekts.

Nizza, die Stadt, die in Südfrankreich liegt, hat so manches zu bieten: Eine kilometerlange Uferpromenade von Palmen gesäumt, Cafés in den Straßen, bunte Häuser, enge Gassen, Sommer, Sonne, Urlaub und Côte d’Azur. Wunderschöne Hausfassaden aus längst vergangen Zeiten und Kulisse so manch bekannter Filme wie „Über den Dächern von Nizza“ mit Grace Kelly und Cary Grant.

Doch Nizza ist nicht nur an reich an Architektur, sondern auch die Geschichte Nizzas geht weit zurück bis vor 400.000 Jahren. Eine Zeit, in der die Gegend nachweislich bereits besiedelt wurde. So einige, wertvolle Fundstücke kamen bei Ausgrabungen zu Tage und können heute im Museum Terra Amata besichtigt werden.

Nizzas Geschichte ist lang, Völkergruppen aus halb Europa wie die Römer, die Griechen, die Sarazenen, die Ostgoten, die Spanier, die Deutschen und die Italiener und auch Napoleon spielten in der Stadt bisher eine Rolle.  Und doch am meisten wurde die Stadt in der Zeit der Belle Epoque geprägt und ist an fast jeder Ecke zu spüren und zu sehen.

Ihre Glanzzeit erlebte Nizza im 19. Jahrhundert, als sie durch ihr mildes Klima zu einem beliebten Winterquartierziel für reiche Briten und Russen wurde – so waren die Zarenfamilie und auch Victoria von Großbritannien hier gern gesehener Gast. Noch heute gibt große Hotels, Villen und orthodoxe Kirchen, die an frühere und reiche Zeiten erinnern.

Häuserreihe in Nizza
Bäume und Häuser mit Fensterläden

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