Blaueishütte: Wandern mit Hund

Blaueishütte: Wandern mit Hund

Blaueishütte Alpen Alkamals

Wandern mit Hund zur Blaueishütte

Und zurück zu unserer Einmal-Jährlich-Wanderung in den Alpen. Manchmal auch zweimal oder dreimal im Jahr. Je nachdem wie anstrengend die vorherige Wanderung gewesen und wie hoch unsere Lust auf Wandern geblieben ist.

Dieses Mal haben wir uns für die Wanderung zur Blaueishütte entschieden. Wir haben schon viel davon gehört: Eine Wanderung mit herrlichster Aussicht und mitten in den Berchtesgadener Alpen gelegen – hoch oberhalb des wunderschönen Hintersees. Von hier unten kannst du sie sehen, die winzig wirkende Hütte, die eingebettet unterhalb des Hochkalters liegt und darauf wartet, von dir besucht zu werden.

Die Wanderung zur Blaueishütte am Hintersee ist zwar eine einfache Wanderung – du kannst dich nicht verirren, sie verläuft immer gut ausgeschildert und den größten Teil auf ausgebauten Wegen – aber selten war bisher eine Wanderung so anstrengend wie diese. Die Höhenmeter, die du relativ steil überwindest, sind nicht zu überschätzen.

Natürlich ist das Ziel – die Blaueishütte – mehr als lohnenswert. Die Landschaft auf der Wanderung und der Ausblick von hoch oben ist einfach atemberaubend. Und dann vergisst du die Anstrengung für den Moment – so lange bis es wieder bergab geht.

Schnee und Eis in alpen
weit oben in den Bergen

Infos zur Wanderung zur Blaueishütte

– Ausgangspunkt: München -> A8 Richtung Salzburg -> Abfahrt Traunstein/Siegsdorf -> Richtung Inzell-> Hintersee = wunderschöne Strecke, die immer tiefer in die Berge hineinführt

– Parken: Parkplatz findest du an der “Seeklause” am Hintersee

Dauer: 3:00 Stunden hoch & 2:30 Stunden runter

Höhe: 900m

– Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober

– Must have: Wanderschuhe und ausreichend Getränke für Mensch und Hund

– Pluspunkt: Ruderbootverleih am Hintersee, Bootsfahrt auf dem Königssee

Übernachtung: rundum gibt es unzählige, wunderschöne Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen – hundegeeignet

Sonnenaufgang in den Bergen

Die Wanderung zur Blaueishütte

Der erste Teil der Wanderung ist einfach. Etwas steil, aber auf gut ausgebauten Forstweg wanderst du bergauf, die meiste Zeit noch mitten durch den Wald und im Schatten der Bäume. Es ist herrlich ruhig, die Vögel zwitschern, hin und wieder erhaschst du einen Blick hinab auf den Hintersee, der smaragdgrün zwischen den Bäumen durchschimmert.

Einen ersten Stopp kannst du auf der Schärtenalm (keine Schlafmöglichkeit) einlegen – eine urige, bewirtschaftete Alm, die auf ein kühles Getränk und einen kleinen Snack einlädt. Eine Rast tut hier gut, und einmal tief durchschnaufen, bevor es weitergeht.

Blick zum Hochkalter Alpen
Hüttenlager am Blaueisgletscher

Mit Hund in den Alpen

Die Wanderung führt dich dann immer bergauf über den Forstweg, von welchem du bald über dir das Hochplateau und die Blaueishütte erkennen kannst. Danach biegt der Weg in einer scharfen Kurve ab und verengt sich. Ab hier geht es richtig steil bergauf durch eine Lärchen- und Tannenwald, vorbei an mächtigen Felsen und manchmal über in Stein gehauene Treppen. Hier geht es jetzt an Muskelarbeit. Wir schnaufen, stöhnen und fluchen ausgiebig – nur unser Hund, der flitzt den Weg hoch und runter.

Frieda – unsere Schäferhündin und zu diesem Zeitpunkt noch jung an Jahren – wanderte mit uns zur Blaueishütte. Eine lohnenswerte Wanderung vor allem wenn dein Hund mit dir wandert. Obwohl ein beliebter Wanderweg und doch einige Leute unterwegs – auch mit Hund – fühlte sich unsere Frieda auf dem sehr schönen und lange Zeit schattigen Weg sehr wohl.

Zum Abschluss der Wanderung bewältigst du einige Höhenmeter auf einem leichten, angelegten Steig, der dich über Felsbrocken und Wurzeln führt und vorbei an den letzten Bäumen, bevor die Sicht frei wird auf die grandiose Bergwelt. Aber dann endlich: die Blaueishütte.

Hier steht eine lange Rast auf dem Programm. Wir setzten uns mit Ausblick auf die Terrasse der Hütte, essen frischen, selbstgebackenen Kuchen, der absolut lecker schmeckt und genießen den Rundumblick.

Frieda mit Ball auf Wanderung

Blaueishütte

Die Blaueishütte liegt am Fuße des Hochkalter auf einer Höhe von 1680m – 1962 erbaut und 2011 grundrenoviert – bewirtschaftet und übernachten ist möglich. Du hast von der Terrasse der Blaueishütte eine fantastische Fernsicht über den grünschimmernden Hintersee, den Blaueisgletscher und die Berchtesgadener Alpen.

– Öffnungszeiten: Die Blaueishütte ist geöffnet von Mitte Mai bis Oktober und in dieser Zeit auch bewirtschaftet.

– Übernachtung: Du hast die Auswahl zwischen einem Bettenlager + Matratzenlager.

– Essen/Trinken: Es gibt einfache Speisekarte + frisch gebackenen Kuchen. Für Übernachtungsgäste steht Abendessen und ein Frühstück zur Verfügung.

Wanderweg Schärtenalm

Und wieder zurück zum Hintersee

Wenn du dich, nach getaner Rast, wieder hinabsteigen möchtest, nimmst du einfach denselben Weg zurück.

Wenn du dich aber hier oben umschauen möchtest – es lohnt sich auf jeden Fall – dann empfehlen wir dir, noch ein Stückchen weiterzugehen bis du den nördlichsten Gletscher der Alpen erreichst: den Blaueisgletscher.

Und falls dich weiterhin ungebändigte Wanderlust plagt, kannst du auch weiter auf den Hochkalter – ungefähr 3 Stunden – oder auf die Schärtenspitze (schwer) – ungefähr 1:30 Stunden – steigen.

Frieda rennt mit Ball

Antrengend, aber lohnenswert – der Weg zur Blaueishütte

Die Wanderung zur Blaueishütte ist eine grandiose Wanderung mit noch grandioserem Ausblick auf die Alpen. Sie ist anstrengend – wir sind tatsächlich etwas unsportlich – aber der Weg ist ein einfacher. Der Muskelkater, der dich am nächsten Morgen an deine Wanderung erinnert, ist auf jeden Fall lohnenswert.
Nichtsdestotrotz mögen wir es, wandern zu gehen.

Wandern in den Alpen – speziell mit Hund – ist unschlagbar. Es gibt ein Gefühl von Freiheit, wenn wir hoch oben stehen und den Ausblick genieße, wenn der frischer Wind den Schweiß der Anstrengung trocknet, wenn wir wissen: wir haben es geschafft. Das ist ein unbeschreiblich tollen Gefühl.

Zum Abschluss, als uns die Füße brannten und wir froh und zufrieden waren, wieder unten am Parkplatz angekommen zu sein, erfrischten wir uns im kühlen Wasser des Hintersees. Gerade im Sommer ist das eine absolute Wohltat, bevor wir uns in den Biergarten eines der zahlreichen, bayrischen Gastwirtschaften setzten und den Abend ausklingen ließen. Eine kräftige Mahlzeit und ein entspannendes Getränk – was für ein herrlicher Tag.

Blick von unten auf Blaueishütte

Hast du jetzt lust auf einen Urlaub in den Alpen bekommen? Oder gar auf weitere  Ziele?

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Du hast die Blaueishütte bereits erklommen? Und dir hat es gefallen? Oder du magst weitere Tipps? Dann schreib uns in den Kommentaren.

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